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Ihr Ehrenamt ist Gold wert

Bad Münder. „Manchmal ist es schon anstrengend, vor allem das Be- und Entladen“, sagt Hans-Joachim Thomas. Seit drei Jahren fährt der ehemalige Fertigungsleiter einer Elektronikfirma für die Mündersche Tafel eines der beiden Fahrzeuge der Einrichtung. Der 67-Jährige schafft jene Lebensmittel herbei, die dann auch von seinem Kollegen Arno Mai an die Tafelkunden verteilt werden. Der ist ebenfalls 67 Jahre alt, gelernter Maschinenbautechniker und übernimmt bei der Tafel auch gerne einmal handwerkliche Aufgaben.

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Die beiden ehrenamtlichen Helfer haben jetzt aus den Händen von Bürgermeister Hartmut Büttner die Ehrenamtskarte des Landes Niedersachsen verliehen bekommen. „Verantwortung zu übernehmen, das ist eine Haltung, die im Beruf wie auch in der Familie unersetzlich ist“, betonte Büttner bei der Übergabe in Anspielung darauf, dass beide Senioren schon Großväter sind. „So etwas muss man einfach vorleben.“

Für die Auszeichnung müssen die Betroffenen eine freiwillige „gemeinwohlorientierte“ Tätigkeit ohne Bezahlung im Umfang von mindestens 250 Stunden jährlich ausüben. „Zum Zeitpunkt der Verleihung muss das Engagement bereits drei Jahre lang bestehen“, erklärt Büttner. Die Geltungsdauer der personenbezogenen Karte beträgt drei Jahre und die Inhaber genießen landesweit Vergünstigungen und Rabatte in öffentlichen Einrichtungen bei zahlreichen Anbietern im Bereich von Sport, Kultur und Freizeiteinrichtungen. „Eigentlich ist das im Ehrenamt geleistete natürlich nicht mit Geld zu bezahlen und daher sind die Vergünstigungen auch nur von symbolischem Charakter“, so Büttner. So erhalten die in Bad Münder damit Ausgezeichneten etwa einen ermäßigten Eintritt ins Springer Wisentgehege und auch das Kuratorium der Meisterkonzerte hat im vergangenen Jahr beschlossen, einen ermäßigten Eintrittspreis zu den sechs Veranstaltungen der Reihe der Meisterkonzerte zu gewähren.

Landesweit leisten derzeit rund 2,8 Millionen Bürger freiwillige Arbeit für die Gemeinschaft. Ohne sie läge so manches vor allem im sozialen Bereich brach. „Sie sind Gold wert!“, so lautet daher auch das Motto, unter dem auch die beiden Tafel-Helfer ihre Anstecknadel samt Urkunde erhalten haben. Büttner: „Damit soll etwas an jene zurückgegeben werden, die sich in besonderer Weise für die Nächsten einsetzen und die Solidarität in unserer Gesellschaft fördern.“hzs



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