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350 Fans träumen mit Richard Marx im Capitol / Bejubelter Balladen-König

„Ich liebe es, mich musikalisch fallen zu lassen“

Er verkaufte mehr als 30 Millionen Platten, hatte als Sänger 19 Top 20-Hits und brachte davon sieben Songs auf Platz 1 der internationalen Hitparaden. Zudem entstammen seiner Feder weitere 13 Nr.1-Titel, die er für andere Künstler schrieb.

Richard Marx – ein Songwriter der Güteklasse 1

Die musikalische Hochzeit von Richard Marx liegt zwar mehr als 20 Jahre zurück, doch Songs wie „Shouldn’t Known Better“, „Right Here Waiting“ oder „Angelina“ gehören noch heute zu den Balladen mit dem höchsten Schmusefaktor.

Heute zehrt der 47-Jährige von den fetten Jahren, denn fast alle Alben die der gebürtige US-Amerikaner nach 1995 auf den Markt brachte wurden kaum wahrgenommen.

Zurzeit befindet sich der Hitlieferant auf ausgedehnter Singer/Songwriter-Acoustic-Tour – im Gepäck nur seine zwei Akustik-Gitarren und Keyboarder Steve Hornbaek, der ihn aber nur bei einigen Stücken begleitete.

Mit „Endless Summer Nights“ präsentiert der in Chicago geborene Sänger gleich zu Beginn seines Konzertes eine seiner Songperlen.

Immer wieder entpuppt sich Marx zwischen seinen überwiegend balladigen Stücken als überaus charmanter Storyteller, der fast jeden seiner Songs mit einer witzigen Anekdote verfeinert. So zum Beispiel die Geschichte zu seinem Hit „Hazard“, den er zunächst gar nicht herausbringen wollte, weil er ihn einfach schlecht fand. Seine Frau aber erkannte das Potenzial des Liedes und schloss mit ihrem Mann eine Wette ab. Gott sei Dank verlor Marx, denn der Song wurde in 13 Ländern ein Nr. 1-Hit.

Der Sänger stimmt die ergreifende Ballade „Through My Veins“ an – ein Stück, das er zum Gedenken an seinen verstorbenen Vater spielt.

Zusammen mit seinen drei Söhnen Brandon, Jess und Lucas performt der stolze Vater den Song „Save Me“. Da das Trio „Daddy“ nicht live begleiten kann, wurden Keyboard, Gitarre und Schlagzeug bereits im Vorfeld auf einem Band verewigt, das beim Konzert im Rahmen eines Videos als Playback eingespielt wird.

Es folgt einer der drei Überhits, die Richard Marx einen weltweiten Erfolg bescherten – ohne Zweifel avanciert „Angelia“ an diesem Abend bei den Fans zu einem Marx-Burner der besonderen Art.

„Ich habe schon viele Konzerte im Capitol erlebt, dass aber jemand ohne technisches Equipment, nur mit einer Akustik-Gitarre einen Song spielt – das ist einmalig und zeigt eigentlich das, was einen guten Künstler ausmacht – nämlich seine Klasse“, freut sich Uwe aus Hannover.

Zum Schluss noch einmal die Marx’sche Volldröhnung mit den Klassikern „Should’ve Known Better“ und „Right Here Waiting“.

Dass Richard Marx musikalisch in den letzten 20 Jahren keine revolutionären Neuerungen mehr gelungen sind, störte an diesem Abend kaum einen, wollten sich doch alle mehr oder weniger mit guten Songs die Seele balsamieren lassen – und das ist dem 80er-Hero mit Bravour gelungen.



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