Jeremy Meier erzählt, dass er nur ein recht diffuses Bild der hier lebenden Menschen hatte, bevor er in der Unterkunft in täglichem Kontakt mit den Schutzsuchenden stand. „Ich hatte sie mir, ehrlich gesagt, primitiver vorgestellt“, beschreibt er. „Viele haben in ihrer Heimat ja nicht anders gelebt als wir.“
Deniz Bilgen hatte über seine Eltern, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind, und über den TSV Krankenhagen, wo Flüchtlinge in seiner Mannschaft spielen, bereits Kontakt zu den Neuankömmlingen in Rinteln. Das sei auch der Grund gewesen, wieso er sich in der Prince Rupert School engagieren wollte. „Und vielleicht schaut am Ende ja ein Wochenendjob bei raus“, meinen die beiden.
Mit Händen und Füßen, einem Mischmasch aus Englisch, Deutsch und Türkisch, kommuniziere man mit den Flüchtlingen. Eine ganze Reihe sind selbst im Alter der beiden Praktikanten. „Ja, mehr Sonne und WLAN, das wünschen sich viele“, sagt Bilgen. Für viele Flüchtlinge ist das Internet die einzige Möglichkeit, sich mit ihren Verwandten in der Heimat zu verständigen. Von der Möglichkeit, mithilfe von Onlineprogrammen deutsch zu lernen oder sich allgemein die Zeit zu vertreiben, ganz abgesehen.