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NDZ-Interview mit Tom Beck / „Fünf Jahre ’Alarm für Cobra 11‘ sind genug“

„Ich freue mich, zwei kreative Berufe auszuüben“

Ohne Zweifel erreichte Tom Beck als tougher Kommissar Ben Jäger bei „Alarm für Cobra 11“ einen überaus großen Bekanntheitsgrad – des Weiteren spielte der gebürtige Nürnberger in unzähligen Filmstreifen, TV-Filmen, Musical- und Theateraufführungen mit. In diesem Jahr ist er unter anderem in Matthias Schweighöfers „Vaterfreuden“ und der Komödie „Irre sind männlich“ zu sehen. Bereits seit 2011 ist Beck auch musikalisch äußerst erfolgreich unterwegs. Nach seinem bejubelten Auftritt in Hameln sprachen wir mit dem 36-Jährigen über das aktuelle Album und seine Arbeit als Schauspieler. „Americanized“ heißt sein zweiter Longplayer, den er in Nashville aufnahm – für ihn kein musikalischer Ritterschlag, aber eine tolle Erfahrung.

Tom: Zunächst bin ich in die USA geflogen, um das Produzententeam kennenzulernen und mit ihnen Songs zu schreiben. Auch nach meiner Rückkehr habe ich mit Elisha Hoffmann und Rebecca Lynn Howard noch an den Titeln gearbeitet. Es war mir wichtig, dass die CD amerikanisch klingt, daher haben wir uns auch entschlossen, die ganze CD in Nashville aufzunehmen. Man hört es einfach, wenn deutsche Musiker versuchen, amerikanische Songs zu imitieren. Ich wollte, dass diese Lieder Leute spielen, die das so von der Pike auf gelernt haben. Die Kompositionen waren eigentlich noch ziemlich frisch, lagen auch noch nicht lange auf Halde. Ich hatte natürlich für jedes Stück eine gewisse Vorstellung. Mit den Musikern habe ich dann die Songs noch weiterentwickelt, die wir im Rahmen einer zweitägigen Session zunächst live eingespielt hatten.

Tom Beck ist sowohl tänzerisch (Ballett, Jazz, Modern, Step) als auch musikalisch (Klavier, Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und Akkordeon) ausgebildet. Über seine musikalische Begabung konnten wir uns in der Rattenfängerstadt hautnah überzeugen, wo das Multitalent insbesondere auf dem Keyboard und dem Akkordeon brillierte. Obwohl er als Musiker nicht aktiv am Entstehungsprozess des Albums beteiligt war, half ihm doch ein wenig seine musikalische Qualifikation.

Tom: Es entsteht natürlich viel, wenn man als Musiker Sachen im Vorfeld auch selber ausprobieren kann – das habe ich nach langer musikalischer Pause schon gespürt. Einen besseren Zugang zur Produktion kann man auf diesem Weg eigentlich nicht bekommen.

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Der Ex „Cobra 11“-Kommisar lässt bei seinen Liveauftritten die Tasten glühen.

Spezielle Album-Favoriten hat Tom Beck nicht – auch bei Liveauftritten gibt es keine immerwiederkehrende Setlist.

Tom: Bei mir ändert sich das von Tag zu Tag oder Woche zu Woche. Ich mag alle meine Songs, sonst hätte ich sie ja nicht auf das Album genommen. Jedes Lied hat eine andere Dynamik, erzählt eine andere Geschichte. Das erste Album hatte ich eh mit dem Hintergedanken aufgenommen, dass es so auch live klingen sollte. Ich habe da nicht an ein Studioalbum gedacht, die Songs so geschrieben, dass man sie gut auf der Bühne rüberbringen kann.

Im September 2012 gab Beck seinen Ausstieg aus „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei“ bekannt. Er war jedoch noch bis Ende 2013 in der Serie zu sehen. Bereut hat er seinen Entschluss bis heute nicht.

Tom: Natürlich ist einem das Team nach so langer Zeit ans Herz gewachsen – mit vielen habe ich auch noch Kontakt – nach fünf Jahren „Cobra“ ist es jetzt aber auch mal gut. Ich mache auch jetzt nicht mehr Musik als vorher, stehe weiter viel vor der Kamera und bin zudem noch viel mit meiner Band unterwegs. In ein großes schwarzes Loch bin ich jedenfalls nach meinem Serien-Ausstieg nicht gefallen.

Als stressige Doppelbelastung findet Beck seinen Job als Schauspieler und Musiker nicht. Für ihn war es auch genau der richtige Zeitpunkt, sich neben der Schauspielerei ab 2011 noch intensiver seiner Musik zu widmen. Leztendlich ist er froh, dass er auf beide Standbeine zurückgreifen kann. „Es ist ja nicht so, dass man mich auf die Bühne treiben muss. Es sind beides sehr kreative Berufe, die sich nicht ausschließen, sondern eher befruchten. Dass was ich bei der Schauspielerei nicht ausleben kann, lebe ich in der Musik aus und umgedreht“, gab uns Tom Beck noch mit auf den Weg.




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