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Der ix35 als Wasserstoff-Stromer

Hyundai: Nichts als heiße Luft…

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Autor:

Henner-E. Kerl

Eigentlich ist er ein SUV wie viele andere, und doch ist er ein ganz besonderer. der Hyundai ix35. Denn den Koreaner kann man auch mit Elektroantrieb bekommen, und der Clou dabei: Der Strom wird an Bord aus Wasserstoff erzeugt, und so kommt der ix35 FCEV mit dem Prädikat eines echten Saubermanns daher, ist sein einziges Abgas doch nur Wasserdampf. Damit darf sich Hyundai rühmen, der erste Hersteller weltweit zu sein, der ein Auto mit dieser Technologie in Serie produziert. Allerdings wird man ihn eher selten zu Gesicht bekommen. Zum einen sollen weltweit zunächst nur 1000 gebaut werden, zum anderen gibt es ihn vorerst ausschließlich als Leasingmodell für Firmen und Behörden.

Diese Einschränkung kommt nicht von ungefähr: Das Netz der Wasserstofftankstellen – in Deutschland gibt es derzeit gerademal 30 – ist noch abschreckend dünn, und der Einsatz des Fahrzeugs damit fast nur auf Großstädte und Ballungsräume beschränkt. Der Wasserstoff wird in einem Drucktank unter dem Kofferraum gespeichert. Mit 5,6 Kilo Gas fährt der ix35 immerhin bis 600 Kilometer weit. Der Elektromotor leistet dabei 136 PS und macht den Hyundai immerhin 160 km/h schnell. Was an der Topgeschwindigkeit fehlt, wird im Stadtverkehrsmodus ausgeglichen. Denn beim Starten zeigt er sich der Konkurrenz mit Benzin- und Dieselmotoren ebenbürtig – fast geräuschlos legt er den 50-Meter-Sprint in gerademal fünf Sekunden hin.

Mit der Premiere ihres Wasserstoff-SUVs verpasst Hyundai der zweiten Generation des ix35 freilich ein besonderes Highlight, das dem ab 20 900 Euro teuren ix35 die Aufmerksamkeit schenkt, die er dank seiner Technik und Ausstattung, seiner Fahrwerte und seines Platzangebots durchaus verdient. Dabei ist das Facelifting sehr dezent ausgefallen, aber die Neuerungen fallen positiv ins Auge: die Bi-Xenon-Scheinwerfer, die wuchtigeren Seitenplanken und auch die nun serienmäßigen LED-Tagfahrleuchten. Weit kräftiger wurde unter der Motorhaube gefeilt. Dem 4,41 Meter langen SUV, von dem in den vergangenen vier Jahren gut 250 000 Exemplare vom Band liefen, spendierte Hyundai verbrauchsärmere Motoren. Der neue Zwei-Liter-Benziner leistet 166 PS und damit drei mehr als sein Vorgänger, sorgt für eine Höchstgeschwindigkeit von 196 km/h, verbraucht laut Werksangaben 7,9 Liter und zeigt sich insgesamt laufruhig und agil. Leicht modifiziert wurde die Dieselflotte. Angeboten werden ein 116-, ein 136- und 184-PS-Aggregat. Klar, dass mit der Top-Motorisierung Fahrfreude aufkommt. Denn mit ihr gibt sich der ix35 zugleich sparsam (5,9 Liter im Schnitt), schnell (bis 195 km/h) und durchzugsstark (in 9,8 Sekunden von 0 auf 100).



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