×
Der i30 ist jetzt auch als Kombi präsent

Hyundai kommt ganz leise durch die Hintertür

Autor:

Burkhard Assmus

Hyundai will dem neuen VW Golf kurz vor seinem Marktstart Wasser abgraben. Die Kombiversion soll Familien und Flottenkunden gleichermaßen locken.

Wenn der Klassenprimus VW Golf irgendwo zu packen ist, dann bei der Kombivariante, die in Wolfsburg Variant heißt. Sie führt seit Jahren in der Golf-Palette ein Mauerblümchendasein und steht bei den Verkaufszahlen sogar schon einmal hinter den Konkurrenten Ford Focus Turnier oder Opel Astra Caravan zurück. Jetzt gibt es einen neuen, besonders gefährlichen Gegner. Denn der Hyundai i30 cw ist nicht nur praktisch und 19 Zentimeter länger als der Fünftürer, er sieht auch noch richtig gut aus. Der Preis von 17 290 Euro für das Basismodell Hyundai i30 cw 1.4 Classic dürfte ebenfalls für zahlreiche Interessenten sorgen. Der leistungsstärkere 135-PS-Benziner startet bei 20 810 Euro.

Kombis sind gefragt. So bringt auch Hyundai nicht einmal ein halbes Jahr nach der Einführung der fünftürigen Schrägheckversion ein größeres Schwestermodell vom i30. 19 Zentimeter länger als die Limousine, bringt der Koreaner es so auf 4,49 Meter Gesamtlänge. Dieses Plus kommt den Passagieren im Fond und einem großen Laderaum zugute. Im Vergleich zum farblosen Vorgängermodell wuchs der Laderaum bei aufgestellter Rückbank von 415 auf 528 Liter. Ist die Rückbank dem Ladeboden gleichgemacht und umgelegt, sind es beim neuen i30 cw statt 1395 nunmehr 1642 Liter. Damit kratzt der Koreaner am Tor zur Mittelklasse.

Der Hyundai i30 ist ein wertiges Fahrzeug und obendrein ein Freund von Familien.

Das gilt auch für die zweite Reihe. Denn ausschließlich ein üppig dimensionierter Laderaum sorgt kaum für begeisterte Interessenten. Im i30-Fond können selbst zwei groß gewachsene Personen bequem sitzen. Notfalls klappt das auch für drei Passagiere. Doch nicht vergessen: Der Hyundai i30 cw ist ein Kompaktklassekombi und kein Raumwunder für Großfamilien. Doch für zwei Erwachsene mit zwei Kindern gibt es viel Platz, eine ordentliche Serienausstattung und einen fairen Basispreis.

Das Fahrwerk ist so abgestimmt, wie man es von einem Familienkombi erwartet. Nicht zu hart, nicht zu schwammig; so lässt man sich auch längere Touren gerne gefallen.

Das Basistriebwerk des Hyundai i30 cw mit seinem 1.4 Liter starken Vierzylinder-Saugmotor kann nur die grundlegendsten Bedürfnisse an ein Fortkommen befriedigen. Es ist mit 17 290 Euro zwar mehr als fair gepreist, aber ein träger Geselle, der besonders bei nachdrücklichen Leistungsabfragen schneller als erwartet an seine Grenzen kommt. Daran ändert auch das leicht schaltbare Sechsgang-Getriebe nichts. Immerhin ist der Vierzylinder gut gedämmt und sehr laufruhig. Doch wer öfter mit Gepäck oder Passagieren unterwegs ist, für den sind 73 kW / 99 PS und ein maximales Drehmoment von 137 Nm bei 4200 U/min etwas zu wenig des Guten. Hier sollte es besser der 110 PS starke Commonrail-Diesel oder 135-PS-Benziner sein, die beide deutlich engagierter zur Sache gehen.




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt