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Hytera investiert in den Standort

Eimbeckhausen. Zufriedene Gesichter in Eimbeckhausen – es läuft gut bei den Mobilfunkexperten von Hytera. Die Auftragslage ist gut, die Systeme sind weltweit gefragt und auch die Zahlen simmen: Das ohnehin schon gute Umsatzergebnis des Vorjahres wird in diesem Jahr deutlich übertroffen. Vor diesem Hintergrund passt auch die Entscheidung der Konzernspitze gut ins Bild, in den Standort Eimbeckhausen zu investieren. Im kommenden Monat soll der Umbau beginnen.

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Für rund 4,4 Millionen Euro soll an die Stelle des Ursprungsgebäudes, in dem vor rund 30 Jahren Heinz Bick mit seinem Ingenieurbüro den Grundstein für das Mobilfunk-Know-How in Eimbeckhausen legte, ein moderner Komplex rücken. Chen Qingzhou, Präsident der Hytera-Gruppe mit Sitz im chinesischen Shenzhen, hat die entsprechende Planung genehmigt – allerdings nicht, ohne zuvor noch vor Ort selbst Ideen beizusteuern. „Herr Chen legt viel Wert auf den Bereich ,Look and Feel‘“, erklärt Dr. Kai Marquardt, bei Hytera zuständig für die Bereiche Finanzen, Personal und Logistik. Wie zwei Flügel sollen künftig das neue Gebäude und ein weiterer Komplex das zentrale Gebäude begleiten und so die Architektur auch das Logo des Unternehmens abbilden. Beteiligt ist das mündersche Architekturbüro Riemer und Niemeier.

Für den Abriss des alten Gebäudeteils müssen die Mitarbeiter der Software-Entwicklung ihre bisherigen Büros räumen. Weil zuerst aber noch dringende Projekte abgeschlossen werden müssen, wurde der Abrisstermin kurzerhand nach hinten verschoben. Für die Dauer der Bauarbeiten wird es dann in den vorhandenen Büros etwas enger, weil die Mitarbeiter aus dem Alt-Gebäude auf die anderen Bereiche des Unternehmens verteilt werden.

Neu gebaut wird auch ein repräsentatives Casino, in dem Kunden aus aller Welt empfangen und bewirtet werden können. Es soll bis zu 200 Plätze bieten – und damit auch Betriebsversammlungen von Hytera Mobilfunk Raum bieten. Von 100 auf 160 Mitarbeiter ist das Unternehmen in den vergangenen Jahren gewachsen.

Bereits fertig ist ein kleiner Teil der Umbaumaßnahmen am Standort, der Auslieferungsbereich. Er ist direkt an den Bereich angegliedert, in dem die Basisstationen für die Kunden komplett aufgebaut werden. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen erfolgt die Abnahme der Bestellung bei Hytera Mobilfunk vor Ort in Eimbeckhausen, erst anschließend werden die Elemente verpackt und verschickt. Dieses Prozedere hängt unter anderem mit der Brisanz der bei Hytera entwickelten Produkte zusammen: Sie fallen zum Teil unter die Regelungen für den Export von „Dual-Use“-Gütern – weil sie sowohl zivil wie auch militärisch genutzt werden können und Verschlüsselungstechnologien beinhalten, ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mit im Boot.

Kunden hat Hytera Mobilfunk in vielen Ländern der Erde. Für Projekte in Brasilien, Chile, Venezuela und Polen wird derzeit gearbeitet. Und auch die Vergabe der Fußball-WM 2022 an Katar hat Auswirkungen bis ins Deister-Süntel-Tal: Die Eimbeckhäuser liefern die Mobilfunksysteme für die WM und rüsten auch im kommenden Jahr Spielorte der Handball-WM im Wüstenstaat aus.

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