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TÜV durchkreuzt Pläne des Klinikums Minden / Luft in den OP-Sälen macht Sorgen / Neuer Termin ab dem 29. März

Hygiene-Problem: Der Patientenumzug wird verschoben

Minden. Brandschutz, Hubschrauberlandeplatz, Immissionsschutz, Gewässerschutz, Lebensmittelüberwachung, Betriebserlaubnis, Verkehrssicherung - all diese Abnahmen verliefen am Freitagmorgen am Klinikum Minden mit Erfolg. Dennoch hat sich der Bauherr für einen Aufschub des Patientenumzugs entschieden: Das Gebäude ist baurechtlich komplett abgenommen, aber für die OP-Bereiche gab es noch keine Freigabe von TÜV und Gesundheitsamt, da die Lüftungsanlagen noch nicht abschließend einreguliert sind.

"Hygiene und damit Sicherheit unserer Patienten gehen vor", so das Fazit von Gerald Oestreich, Vorstandsvorsitzender der Mühlenkreiskliniken (AöR) und Projektleiter des Neubaus Klinikum Minden. Konsequenz: "Der Umzug der Patienten ins neue Klinikum wird daher - auch wegen der Osterferien - auf das Wochenende des 29. und 30. März verschoben". "Nichts wäre schlimmer, als in ein Haus zu ziehen, das hygienisch nicht einwandfrei ist - die Sicherheit der Patienten geht vor!" betont auch Jürgen Striet, Kreisbaudezernent und ebenfalls Projektleiter des Neubaus. Die Sorgen um das Gelingen der Abnahme der OP-Bereiche waren schon im Rahmen des letzten Pressegesprächs am 22. Februar angeklungen, erste Tests hatten Mängel bei der Stabilität der Lüftungsanlage und damit der Hygiene in den OP-Sälen ergeben. Die Befürchtungen haben sich leider bestätigt, die Mängel konnten trotz unzähliger Extra-Stunden nicht aufgeholt werden. Die neue Zeitschiene sieht nun vor, dass der medizinische Betrieb des Klinikums I am Samstag, 29. März umzieht und das Klinikum II dann am Sonntag, 30. März, folgt. "Nachdem die Entscheidung, den Umzug zu verschieben, gefallen war, haben wir uns sofort mit den Verantwortlichen der Planungsbüros und der Betriebsleitung des Klinikums zusammengesetzt und gemeinsam beraten, wie wir weiter vorgehen", erläutert Jürgen Striet. Denn der bereits angelaufene Umzug wird nicht komplett stillstehen: Apotheke, Lager, Wirtschaftsabteilung und IT-Abteilung haben ihren Betrieb im neuen Haus bereits aufgenommen, Pathologie und Labor arbeiten wie vorgesehen bereits ab Anfang der kommenden Woche in den neuen Räumlichkeiten. Auch die Zentralküche wird in der kommenden Woche den Betrieb aufnehmen. Andere Teile des Umzugs werden nun umstrukturiert: Bereiche wie Verwaltung und Betriebstechnik, die nach ursprünglicher Planung im Anschluss an den Patientenumzug in den Neubau des Klinikums umziehen sollten, werden nun früher an die neuen Arbeitsplätze wechseln. "Wir hoffen, dass die Entscheidung, unseren Patientenumzug zu verschieben, auf Verständnis trifft, besonders auch bei den freiwilligen Hilfskräften, die unseren Umzug unterstützen. Denn wir können natürlich nur ein voll funktionsfähiges Haus in Betrieb nehmen", schließt Gerald Oestreich ab und betont: "Trotz dieses unangenehmen Aufschubs freuen wir uns auf unser neues Klinikum!"




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