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Talentiertes Scheusal: Ein Brecht-Abend mit Beate Josten

Huren, Heilige, Mütter, Geliebte

Obernkirchen. Poetisches, Vitales und Derbes, Sinnliches, Vergängliches, Erhellendes und Geniales: Im Werk von Bertolt Brecht werden alle fündig. Beate Josten stützt sich in ihrem Brecht-Abend vor allem auf die Lieder und Gedichte, die der dichtende Denker und denkende Dichter den Frauen gewidmet hat. Jenen Wesen, die er geküsst hat und die manchmal so schnell aus dem Gedächtnis verschwanden wie die weiße Wolke am Himmel. Huren, Heilige, Mütter und Geliebte - der Augsburger Frauenverschlinger und Freundinnenausbeuter hat mehr als genug Material über sein Verhältnis zum anderen Geschlecht hinterlassen, um damit im Programm von Beate Josten einenbreiten Raum einnehmen zu können - und das ist durchaus gut so. Beate Josten lässt die Worte klingen, die Brecht über die Weiblichkeit schrieb, es bleibt viel Raum zwischen den Bildern. Kongenial unterstützt wird sie mit ihrem Mezzo-Sopran dabei von Christina Worthmann am Klavier, die sparsam-musikalisch untermalt und den Text atmen lässt - ein paar Tupfer müssen meist ausreichen; Töne wie Regentropfen.

Autor:

Frank Westermann


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