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Eindeutiges Votum auf dem Neujahrsempfang / Ein Bäckerwagen aus Barsinghausen soll ins Dorf kommen

Hücker: „Ortsräte dürfen nicht abgeschafft werden“

Nienstedt (oe). „Ich bin dagegen, dass die Ortsräte abgeschafft werden, weil wir die erste Anlaufstelle für alle Bürger in der Gemeinde sind“, sagte Ortsbürgermeister Wilfried Hücker entschieden auf dem Neujahrsempfang in Nienstedt. Dafür erhielt er Beifall von den zahlreich anwesenden Einwohnern und Vereinsvertretern sowie prominenten Beistand von Ulrich Siegmund.

Meinungsaustausch beim Neujahrsempfang: Reinhard Jochim (v.l.) i

Der stellvertretende Bürgermeister aus Bad Münder unterstützte Hücker. Seiner Meinung nach sollen die Ortsräte beibehalten werden, aber trotzdem möchte er die Kosten für die Stadt senken.

Hücker beklagte indes die zurückgehende Infrastruktur in den kleinen Ortschaften. In Nienstedt sei bereits vor Jahrzehnten die Grundschule geschlossen worden. In den weiteren Jahren verschwanden das Lebensmittelgeschäft, die Fleischerei und zuletzt auch noch die Post im Ort. Ein Friseur sei das letzte verbliebene Geschäft in Nienstedt. Dafür gab der Ortsbürgermeister zur Freude vieler Besucher bekannt, dass die Bäckerei Hühnerberg aus Barsinghausen demnächst zweimal in der Woche, jeweils dienstags und donnerstags, mit einem Fahrzeug nach Nienstedt kommt. Die Attraktivität der „Perle im Deister“, wie die Nienstedter ihren Ort nennen, sei auch wichtig, um weitere Bauwillige zu mobilisieren. Zwei Häuser sind im Baugebiet Lärchenweg/Birkenhöhe bereits fertiggestellt, erläuterte Hücker. Informationen für Bauwillige erteilt Stadtrat Ingo Nagel, erreichbar unter der Internet-Adresse www.wohnen-im-deister.de . Einen großen Dank richtete der Ortsbürgermeister auch an die Eheleute Käthe und Claus Woltersdorf, die durch ihre Stiftung jedes Jahr für die Ausschüttung von mehreren tausend Euro sorgen. Dieses Geld kommt der Jugendarbeit der Vereine sowie Kultur und Sport zugute. Abschließend ermunterte Hücker, regen Gebrauch von der Ortsbücherei zu machen, die von Ilka Heise seit einigen Monaten ehrenamtlich betreut wird. Reinhard Jochim von der evangelisch-lutherischen Kapellengemeinde versprach den Anwesenden, dass auch nach dem Ausscheiden von Pastor Dunkel die seelsorgerische Versorgung im Ort sichergestellt sei.

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