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Spielgemeinschaft ab der Saison 2008/2009 / Hohnhorst-Haste fühlt sich übergangen

HSG Schaumburg Nord und VfL Bad Nenndorf planen die Handball-Fusion

Handball (hga). Die Handballsparte vom VfL Bad Nenndorf hat in einer Presseverlautbarung ihren Willen erklärt, ab der Saison 2008/09 der Handballspielgemeinschaft Schaumburg Nord beizutreten. Der HSG-Vorstand und die Vorsitzenden der HSG-Stammvereine (MTV Ohndorf, TSV Riepen, MTV Waltringhausen, TuS Kreuzriehe-Helsinghausen) würden diesen Schritt begrüßen, der jetzt in den Händen der VfL-Handballer liegt.

Bald in einem Team: Der VfL Bad Nenndorf will mit Andreas Rose (

Auf einer Abteilungsversammlung am 8. Februar um 19.30 Uhr im VfL-Vereinsheim steht die Abstimmungüber den Beitritt auf der Tagesordnung. Aus der Verlautbarung geht hervor, dass VfL-Spartenleiterin Katrin Otte zunächst Vorgespräche führte, die VfL-Vorsitzender Volker Thies dann zu Ende führte. "Die Eigenständigkeit im Handball ist angesichts der immer dünner werdenden Personaldecke im Herrenbereich und bei den Funktionsträgern nicht mehr aufrecht zu erhalten", erläutert Thies die Beweggründe der angestrebten Fusion. Das Ansinnen stieß beim HSG-Vorsitzenden Jörg Hasselbring auf Verständnis, der mit Thies eine breite Zustimmung erwartet. An den bisherigen Gesprächen war die SG Hohnhorst-Haste nicht beteiligt. Dabei hatte es bereits bei der Gründung der Jugendspielgemeinschaft Nordschaumburg von vielen die Forderung gegeben, in absehbarer Zeit eine große Lösung - eine Spielgemeinschaft zwischen VfL Bad Nenndorf, SG Hohnhorst-Haste und der heutigen HSGSchaumburg Nord - auf die JSG aufzusetzen. Seit dieser Zeit sind knapp sechs Jahre vergangen, die damals im Zuge der JSG-Gründung entstandene Gesprächskultur zwischen den Vereinen, inklusive des Blickes über den eigenen Tellerrand, kam mehr und mehr zum Erliegen. Von der HSG ging dann im vergangenen Jahr die Initiative zu einem Sondierungsgespräch mit der SG aus, mit dem Ergebnis, dass die HSG eine Zusammenarbeit mit der SG ablehnte, die HSG wollte noch mit einer großen Spielgemeinschaft warten. Daraufhin kam es zu einem weiteren Sondierungsgespräch zwischen der SG und dem VfL, mit gleichem Ergebnis. Der VfL lehnte ab, führte als Begründung an, dass mehr als die Hälfte aller Spieler sich gegen die SG ausgesprochen hätte, außerdem würde ein Zusammengehen mit der SG in Zukunft die Bildung einer großen SG so gut wie unmöglich machen. Das war Mitte November 2007. Im Anschluss daran warfen die HSG Schaumburg Nord und der VfL Bad Nenndorf diese gegenüber der SG vorgebrachten Argumente über Bord und vereinbarten die jetzt beabsichtigte Fusion. Im SG-Vorstand herrscht insgesamt Enttäuschung. Der Vorstand der SG wird sich mit den Vorständen der Stammvereine ETSV Haste und TuS Germania Hohnhorst über das weitere Vorgehen abstimmen. "Das wird zeitnah geschehen", erklärt SG-Vorsitzender Uli Robock. Die Fans sehen die Ausgrenzung der SG Hohnhorst-Haste bei den Verhandlungen zwischen HSG und VfL als Affront an. "Dass sie uns so in den Rücken fallen, das ist unglaublich, ich bin stinksauer", macht Klaus-Dieter Hanke, dessen Sohn bei den A-Junioren der JSG spielt, aus seiner Meinung keinen Hehl. Als "taktisch unklug" bezeichnet Detlev Schenkemeyer vom Nachbarn TSV Barsinghausen das Vorgehen. "An Stelle der SG wäre ich zutiefst beleidigt", meint Schenkemeyer. Das Klima scheint auf lange Zeit vergiftet zu sein. Der HSG-Vorsitzende Jörg Hasselbring lehnte auf Anfrage jedwede Stellungnahme zu Fragen über diese Vorgänge ab.



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