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Hotel haftet für berstendes Glas der Duschtür

Springe/Bad Münder. Wird ein Hotelgast durch die explosionsartig berstende Glastür zur Dusche verletzt, hat der Zimmervermieter für den Schaden aufzukommen. Dabei ist unerheblich, ob die Einrichtung des Zimmers den technischen Vorgaben entsprochen hat. Ein Hotelier schuldet nicht die Einhaltung bestimmter Normen, sondern die gefahrlose Benutzung seiner Zimmer. Das hat das Amtsgericht München betont (Az. 111 C 31658/08).

Die herumfliegenden Glassplitter der beim Öffnen plötzlich zerspringenden Tür verletzten die Klägerin an der rechten Hand und im Gesicht, wobei auch die Brille zu Bruch ging. Doch der Hotelier wollte weder Schadensersatz noch Schmerzensgeld zahlen. Das Gericht entschied anders. Auch Sicherheitsglas könne jederzeit zerspringen. Damit sei die Dusche eine Gefahrenquelle gewesen. Es sei unerheblich, ob technische Normen eingehalten wurden. Das Hotel müsse einen gefahrlosen Aufenthalt gewähren.




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