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Hospiz-Erweiterung kommt – aber später

Bad Münder. Ein klares Bekenntnis zum Standort: Die Awo Gesundheitsdienste halten an ihrem Vorhaben, das Hospiz Bad Münder zu erweitern, grundsätzlich fest. Nicht zu halten ist allerdings auch die überarbeitete Fassung des ursprünglichen Zeitplanes – nach dem hätte bereits mit dem Bau begonnen sein müssen.

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„Komplett auf Eis gelegt“, war in den vergangenen Wochen auf den Awo-Fluren zu hören, wenn es um die Hospiz-Erweiterung ging. Eine Einschätzung, der die Geschäftsführerin der Awo Gesundheitsdienste, Magdalene Günther, nicht widerspricht. „Alles, was mit Investitionen und liquiden Mitteln zu tun hatte, haben wir in der Tat erst mal gestoppt.“ Im vergangenen Dezember war der finanzielle Engpass der Gesellschaft, die in Bad Münder mit Krankenhaus, Reha-Klinik und anderen Einrichtungen stark engagiert ist, öffentlich bekannt geworden.

Bei der Hospiz-Erweiterung geht es um rund 400 000 Euro, und das „Liquiditäts-Dilemma“ erreichte nach Auskunft Günthers die Awo in einer Phase, in der über die Finanzierung der Hospiz-Erweiterung gesprochen werden sollte. „Alles, was wir an Investitionstätigkeiten haben, und darunter fällt auch die Erweiterung, wird eingebunden in das Zukunftskonzept 2018“, erklärte die Geschäftsführerin jetzt gegenüber dieser Zeitung. Grundsätzlich werde jedoch an der Erweiterung festgehalten, da sie als notwendig erachtet werde. „Der Bedarf an Hospizplätzen ist da. Jedes Jahr müssen wir rund 100 Anfragen ablehnen“, sagt die Geschäftsführerin. Eine Zahl, die ungefähr der jährlichen Belegung der bislang sechs Plätze im Hospiz entspricht. Zehn Plätze sollen es nach der Erweiterung sein, dann die Zahl der negativen Bescheide sinken. „Die Ablehnung ist nicht gut – weder für die Hospizgäste, noch für ihre Angehörigen.“ Günther geht auch auf Befürchtungen ein, die in der münderschen Politik kursieren. Es gebe keinerlei Bestrebungen, das Engagement in der GeTour, der gemeinsamen Tochter von Stadt und Awo GSD, zurückzufahren, versichert sie, „im Gegenteil.“

In der jüngsten Aufsichtsratssitzung sei auch über die Zukunftsentwicklung der Gesellschaft gesprochen worden. „Ich persönlich glaube, dass die GeTour mit ihrem Engagement ganz wichtig für den Standort Bad Münder ist – sowohl im Tourismus-Bereich, aber auch im Bereich der weißen Industrie. Auch was die GeTour inzwischen für umliegende Gemeinden in diesem Bereich macht, muss und soll weiter gestärkt und ausgebaut werden“, erklärt sie. Als einer der größten Arbeitgeber der Stadt sehen die Awo GSD auch die Aufgabe, die wohnortnahe Gesundheitsversorgung in der Region Deister-Süntel sicherzustellen – gerade vor dem Hintergrund der Klinikschließung in Springe im Herbst. „Darum wollen wir uns in Bad Münder umso mehr engagieren“, stellt sie heraus. Die Voraussetzungen dafür werden gerade von einer Unternehmensberatungsgesellschaft untersucht. Erste Signale sieht Günther positiv: „Die Führungsmannschaft in Bad Münder ist extrem engagiert, kümmert sich auch selbst um das Konzept.“ Bei einem Rundgang durch das Krankenhaus sei sie von vielen Mitarbeitern angesprochen worden, die Ideen vorstellten. Die Belegung der Deister-Süntel-Klinik sei derzeit sehr gut – sie liege bei 100 Prozent.



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