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hm09/Sprechstunde (tis)

Simone F. (34) aus Hameln fragt: Im Bekanntenkreis wurde vor kurzem darüber geredet, dass bestimmte Medikamente die Lichtempfindlichkeit beeinflussen. Dies soll zum Beispiel bei der Anti-Babypille der Fall sein. Stimmt das und wenn ja, bei welchen Medikamenten ist noch besondere Vorsicht geboten?

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Heute: Beeinflussen Sonnenbäder die Wirkung von Medikamenten?

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Dr. med. Werner G. Gehring antwortet: Sonnenhungrige hoffen in diesen Monaten auf Sonnenschein. Wer auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen ist, sollte sich nicht unbedacht ins Sonnenvergnügen stürzen! Grundsätzlich sollte bei einer Medikamenteneinnahme der Arzt oder Apotheker gefragt werden, ob diese die Lichtempfindlichkeit steigern. Einige Medikamente (Steroide, Hormone) führen insbesondere zur Überpigmentierung, die durch Sonnenstrahlen verstärkt werden. Ein typisches Beispiel dafür ist die Anti-Babypille: In Verbindung mit Sonnenstrahlen entstehen braune Flecken. Die gleichen Pigmentstörungen können auch während einer Schwangerschaft auftreten.

Andere Medikamente (zum Beispiel Antibiotika und Beruhigungstabletten) erhöhen die Gefahr eines Sonnenbrandes. Außer bei Medikamenten gibt es noch andere Substanzen, welche die Lichtempfindlichkeit steigern. Solche Substanzen sind Saccharin, Zitronen- oder Limonenöl sowie bestimmte Farb- und Duftstoffe. Vermieden werden sollten Düfte, die Bergamotte- oder Zitronenöl enthalten, da sie unter UV-Einwirkung braune Flecke auf der Haut verursachen können.

Falls es dennoch zu einer unerwünschten Pigmentierung gekommen sein sollte, ist der Rat des Arztes einzuholen. Generell gilt: Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor anwenden! Durch Exfoliation beziehungsweise Peeling wird die Hauttönung gleichmäßiger, weil überschüssige Hautschüppchen von der Oberfläche entfernt werden. Verwendet werden sollte zudem ein deckendes Make-up, das als mechanischer Sonnenblocker dient und Unregelmäßigkeiten des Hauttons kaschiert.




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