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"Schule für alle" - auch in Rodenberg? WIR informiert im Ratskeller

Hitzige Debatteüber neue IGS

Rodenberg (len). Wie die Wählerinitiative in der Region (WIR) im Vorfeld bereits vielfach deutlich gemacht hat, fordert diese in Rodenberg eine Gesamtschule. Diesem Antrag war in der Sitzung des Samtgemeinderates einstimmig grünes Licht gegeben worden.

Sabine Tatge (v.l.), Linda Herger und Richard Wilmers fordern di

Deshalb tagte die "WIR" im Rodenberger "Ratskeller", um Interessierten und Betroffenen Informationen zu geben. Eingeladen war Richard Wilmers, ehemaliger Schulleiter der IGS in Stadthagen. In seinem Vortrag stellte er die allgemeine Struktur beziehungsweise das System einer Gesamtschule vor. Durch Folien und Statistiken veranschaulichte und verdeutlichte er deren Vorzüge und Vorteile. Laut Wilmers belegen diese Statistiken, dass rund 30 Prozent der Schüler aus dem Raum Rodenberg und Nenndorf gerne die IGS in Stadthagen besuchen würden, dies aber aus Mangel an Plätzen nicht könnten. Die Zahl derer, die sich gerne anmelden würden, aber aus Angst vor Ablehnung auf eine Anmeldung verzichten, werde durchaus noch höher vermutet. Die Nordregion Schaumburgs stelle den größten Teil der IGS-Kinder, sagte Wilmers. Daher werde schnell deutlich, dass eine eigene Gesamtschule, vergleichbar mit dem pädagogischen Konzept der IGS Stadthagen, für den Raum Rodenberg und Nenndorf unabdingbar sei. Die Leitidee einer Gesamtschule, so Wilmers, sei "eine Schule für alle" zu gründen, wo Kinder mit Haupt-, Real- oder Gymnasialempfehlung unterrichtet werden. Eine Gesamtschule besuchten "Schüler aus allen Schichten und jeder Herkunft". Es soll gerade diese Verschiedenheit der Schüler gefördert und unterstützt werden. Im Anschluss las Sabine Tatge (WIR), Mitglied des Samtgemeinderates, aus dem gestellten Antrag vor. Viele der rund 20 Besucher der Veranstaltung waren skeptisch. Die Umsetzung des Planes lasse noch zu viele Fragen offen. Dies führte sehr schnell zu einer hitzigen Diskussion, in der sich Befürworter und Skeptiker mit Argumenten vergeblich zu überzeugen versuchten. Die Fragen konnten deshalb in der einstündigen Diskussion auch nicht konkret beantwortet werden.

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