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Rauswurf und Demütigung des Bückeburger Bürgermeisters Karl Wiehe vor 75 Jahren

„Hitler wie einen Sturmgott gesandt“

Es ist das höchste Ziel meines Lebens gewesen, mich treu zu erweisen“, blickte Bückeburgs Ex-Bürgermeister Karl Wiehe kurz vor seinem Tode im August 1947 auf Inhalt und Zweck seines irdischen Handelns zurück, „treu zu dem, was meine Überzeugung mich lehrte“. Genau diese Einstellung war es, die ihm zum Verhängnis wurde. Am 1. April 1936, also vor nunmehr 75 Jahren, wurde der damals 53-Jährige von den NS-Machthabern zwangspensioniert. Seinen Schreibtisch im Rathaus hatte der angesehene und äußerst erfolgreiche Verwaltungsjurist schon zehn Monate vorher räumen müssen. Anlass war das „skandalöse und provozierende“ Verhalten seiner Ehefrau und seiner Töchter. Sie hatten im April und Juni 1935 zweimal kurz hintereinander in „Judengeschäften“ eingekauft.

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Autor:

Wilhelm Gerntrup


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