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Am 28. Januar 2010, von 11 bis 17 Uhr im Weserberglandzentrum in Hameln

HIT – Hochschulinformationstag

Liebe Schülerinnen und Schüler,

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liebe Studieninteressierte, liebe Eltern und Lehrer

Der Hochschulinformationstag – HIT steht vor der Tür. Übrigens schon der vierte HIT in jährlicher Folge. Letztes Jahr durften wir über 1.300 Besucherinnen und Besucher begrüßen und die Arbeitsagentur platzte aus allen Nähten. Durch den doppelten Abi-Entlassjahrgang im kommenden Jahr wird das Interesse noch größer sein. Grund genug, den HIT dieses Mal ins Weserbergland-Zentrum zu verlegen – der richtige Rahmen, um ein noch größeres Spektrum an Ausstellern und Vorträgen zu bieten. Für alle Studieninteressierten ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, die berufliche Zukunft zu planen.

Die Studienvielfalt und ihre Möglichkeiten sind grenzenlos, umso schwieriger ist es, sich einen Überblick zu verschaffen. Und Orientierung tut Not, denn eine sorgfältige Vorbereitung beugt Enttäuschungen und Studienabbrüchen vor. Der HIT gibt Gelegenheit, sich an einem Ort über die Profile und Schwerpunkte der landesweit wichtigsten Hochschulen und Bildungsanbieter zu informieren. Das gibt Gelegenheit, für sich geeignete Nischen zu erkennen, bei denen gute Aussichten bestehen, einen Studienplatz zu bekommen – oder aber geeignete Alternativen zu entdecken. Das Programm des HIT 2010 beweist: Es ist für jeden etwas dabei.

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Sie mögen sich jetzt noch sehr unsicher sein, was, wie und wo Sie einmal studieren wollen. Sicher ist: Studieren lohnt sich! Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass die Schülerzahlen deutlich zurückgehen und Fachkräfte dem Arbeitsmarkt durch den Eintritt in die Rente verlorengehen. Folglich entsteht eine riesige Nachwuchslücke in der Wirtschaft, der Forschung und dem öffentlichen Dienst. Dies zeigt sich auch im internationalen Vergleich. Sie sind es, die in den nächsten Jahrzehnten dringend gebraucht werden.

Machen Sie den ersten Schritt zu Ihrer beruflichen Karriere und informieren sich bei unserem HIT 2010. Dabei wünsche ich Ihnen viel Spaß und Erfolg!

Ursula Rose Vorsitzende der Geschäftsführung

der Agentur für Arbeit Hameln Interview mit Horst-Joachim Schwenke

Herr Schwenke, Sie sind Organisator des hochschulübergreifenden Hochschulinformationstages am 28. Januar im Weserbergland-Zentrum Hameln, kurz „HIT 2010“. An wen richtet sich diese Veranstaltung, was ist das Besondere?

Schwenke: Heutzutage müssen sich die Studenten in spe an vielen Hochschulen bewerben, um wenigstens bei einer zugelassen zu werden. Sie müssen auch die Studieninhalte, Anforderungen und die jeweiligen Zulassungsverfahren vergleichen – und sich rechtzeitig Alternativstrategien überlegen. Der Besuch von nur einer Hochschule nützt da wenig. Wir beobachten auch, dass auf den üblichen Hochschulinformationstagen die Schülerinnen und Schüler nicht selten „verloren gehen“ oder nicht wirklich entscheidungsrelevante Informationen erhalten. Und auf Großmessen gibt es häufig ein wenig hilfreiches Zwangsdurchschleusen von Schülergruppen, so dass der Ertrag noch geringer ist. Der HIT 2010 der Arbeitsagentur bürgt hingegen für Qualität und passgenaue Inhalte: die Besucher werden dort abgeholt, wo sie im Leben stehen und nehmen genau die Informationen mit, die sie konkret benötigen. Bequem und kompakt, aktuell und schnell – das ist das Motto des HIT. Er richtet sich daher an die wirklich Studieninteressierten, natürlich auch an Multiplikatoren, die im Bildungsbereich tätig sind.

Was erwartet die Besucher?

Schwenke: Eine qualitativ hochwertige und gut strukturierte Informationsbündelung, die ihresgleichen sucht! Beim HIT versammeln sich die wichtigsten Hochschulen und viele weitere Bildungsanbieter; wir bieten etwa 40 spannende Vorträge an zu allen wichtigen Studienfeldern, 32 Ausstellungsstände, Workshops, Technikevents, Wissenschaftstrucks und natürlich persönliche Beratungsgespräche von Experten.

Sind die Studienmöglichkeiten denn so vielfältig?

Schwenke: Aber ja! Wenn Sie studieren wollen, stehen Sie vor einem Bildungswald von mehr als 9000 Studiengängen. Und dann müssen Sie sich folgende Fragen beantworten: Ist ein Studium an einer Uni, Fachhochschule oder Berufsakademie für mich besser? Soll ich eine private Hochschule besuchen oder eine öffentliche? Ist ein Studium im Ausland besser – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der knapper werdenden Studienplätze? Was bedeuten die aktuellen politischen Diskussionen um das Bachelor-/Master-System für meine Studienwahl? Letztlich muss natürlich jeder die Entscheidung für sich persönlich fällen. Aber: Gerade weil die Studienwelt so bunt geworden ist, ist garantiert für jeden etwas dabei. Man muss das richtige Studium also nur finden – der HIT bietet die entsprechenden Hilfen.

Stichwort „Doppelentlassjahrgang 2011“. Wird es einen riesigen Konkurrenzkampf geben?

Schwenke: Doppelentlassjahrgänge stehen 2011 in zwei Bundesländern an. Das führt dazu, dass sich mehr Schülerinnen und Schüler bei den Bildungseinrichtungen bewerben werden. Die Lage ist je nach Ort und Art des Bildungsangebotes unterschiedlich einzuschätzen. Die Berufsberatung agiert deshalb präventiv: Wir geben rechtzeitig Antworten auf Fragen wie „Was ist zu tun, damit ich einen Studienplatz erhalte? Wie kann ich auf Ablehnungsbescheide bestmöglich reagieren? Gibt es alternative Bildungsangebote? Welche Überbrückungsmöglichkeiten habe ich?“ Denken Sie an die vielfältigen Auslandsaufenthaltsmöglichkeiten vor und während eines Studiums! Schülerinnen und Schüler, die 2011 ihren Abschluss machen, sollten sich bereits jetzt beruflich orientieren.

Kann man sich ein Studium überhaupt noch leisten?

Schwenke: Sicherlich ist die Frage der Finanzierung für viele Studieninteressierte entscheidend, aber zu viele lassen sich dadurch von einem Studium abschrecken. Daher rate ich niemandem deshalb von einem Studium Hab – falls er studieren will und kann. Jedenfalls gibt es zahlreiche Finanzquellen, die man anzapfen könnte. Beispiel: Stipendium. Viele glauben, das bekommen nur die besten, was aber nicht richtig ist. Kommen Sie zum HIT- dort berät Sie eine Stipendien-Ex-pertin! Auch BAföG ist eine Möglichkeit. Die Interessierten können gleich ihre Chancen ausrechnen lassen, wenn sie den Steuerbescheid aus 2008 mitbringen.

Was ist mit denen, die noch gar nicht wissen, was sie nach der Schule machen sollen?

Schwenke: Die gibt es in großer Zahl; unsicher sind die meisten. Auch hier bietet der HIT Hilfe. So werden zu den Themen „Wie finde ich das richtige Studium/den richtigen Beruf?“ oder „Schaffe ich ein Studium?“ Workshops angeboten. Und viele Experten können Ihnen hierzu weitere Tipps geben. Machen Sie sich auf zum HIT 2010!

Horst-Joachim Schwenke ist Studien- und Berufsberater in der Arbeitsagentur Hameln. Das Interview führte Christina Rasokat, verantwortlich für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Arbeitsagentur Hameln

Die beteiligten Hochschulen und Aussteller bieten hunderte von Studiengängen an. Die Übersicht zeigt also nur einen Ausschnitt der Studienmöglichkeiten, die dann von Professoren und Referenten bestimmter Hochschulen und Bildungsanbieter vorgestellt werden. Inhalte, Anforderungen und Zulassungsvoraussetzungen können jedoch an verschiedenen Bildungseinrichtungen variieren. Erkundigen Sie sich daher bei den Experten an den jeweiligen Messeständen!

Auf dem Weg ins

beste Leben helfen Ihnen: Universitäten:

Hannover, Göttingen, Hildesheim, Braunschweig, Oldenburg, Bielefeld, Münster, Osnabrück, Paderborn, Clausthal, Tiermedizinische Hochschule

Hannover, Medizinische Hochschule Hannover, Musikhochschule Hannover

Fachhochschulen:

Hannover, Bielefeld, Osnabrück, Ostfalia (ehemals Braunschweig/Wolfenbüttel), Hildesheim/Holzmin-den/Göttingen, Harz, Ostwestfalen-Lippe, Ottersberg (priv.), Göttingen (priv.), FHDW Hannover (priv.)

Weitere Bildungsanbieter:

Arbeitsagentur Hameln, Berufsakademie Hameln, Bundeswehr, Deutsche Flugsicherung (DFS), Dr. Buhmann Schule, Hochschulbüro für Internationales (Uni Hannover), Hochschulinformationsbüro IG

Metall, Polizei, Stepin GmbH, Studentenwerk Hannover, Studienscout Niederlande, Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV), Marc Buddensieg (LWP-Trainer)

Gedankenexperiment:

Schwimmst Du noch oder bist Du schon auf dem Weg?

Die Studien- und Berufswahl ist eines der wichtigsten Themen auf dem Weg ins beste Leben. Denn Studium und Beruf füllen eine große Zeit des Tages aus, wirken sich somit auf Privatleben, Gefühlswelt und Beziehungen aus. Dennoch nehmen sich viele Menschen erstaunlich wenig Zeit dafür und überlassen vieles dem Zufall.

Wie ist das bei Dir? Nimm Dir die Zeit, finde heraus, was Dich erfüllt, dann ist der Weg zum Beruf / Studium auch der Weg zu Dir selbst. Veranschaulichen lässt sich die Berufsfindung mit einer Bergtour. Auf dem Berg thront nicht ein Gipfelkreuz, sondern Dein Ziel: ein ganz bestimmtes Studium, ein ganz bestimmter Beruf. Dorthin führen mehrere Routen. Diese können manchmal mühevoll sein und müssen gut geplant werden, damit man keine Irrwege und unnötigen Umwege geht. Das Gipfelziel ist in jedem Fall überaus lohnend: von oben hat man die allerbeste (Lebens-) Aussicht!

Vertiefe Dich einen Moment in das Bild, lies Dir bitte die Sätze in den farbigen Feldern durch. Gibt es eine oder mehrere Beschreibungen, die auf Dich zutreffen?

Stammen die zutreffenden Aussagen aus dem roten Bereich, lies bitte unter „Ich schwimme im See!“ weiter, ansonsten unter „Ich bin auf dem Weg!“ bzw. „Ich bin bald am Ziel!“.

Ich schwimme im See! (Phase I: Indifferenz- und

Anstoßphase)

Zunächst: keine Panik! So geht es vielen. Deine Situation könnte man vielleicht so beschreiben: Die Berufswahl ist für Dich im Moment in etwa so weit weg wie der fernste Planet. Oder: Das Thema ist Dir ziemlich egal. Oder: Du bist eher genervt, wenn Dich jemand darauf anspricht. Oder: Du hast eine Schule, Ausbildung oder ein Studium abgebrochen und stehst „gefühlt“ im Niemandsland. In jedem Fall gilt: Du weißt nicht, was Du jetzt machen willst. Damit musst Du also eine dicke psychologische Mauer überwinden: Du musst den ersten Schritt in Richtung aktiver Berufsfindung tun. Nun, da Du dies liest und den Hochschulinformationstag 2010 und am besten auch die Studien- und Berufsberatung der Arbeitsagentur aufsuchen wirst, bist Du automatisch in Phase II: auf dem (richtigen) Weg! Denn dort wird Dir gezeigt, mit welchen Hilfsmitteln Du das richtige Studium bzw. den richtigen Beruf findest.

Ich bin auf dem Weg! (Phase II: Informations-

und Orientierungsphase)

Schön, dass Du Dir schon einige Gedanken über die Studien- und Berufswahlmöglichkeiten gemacht hast! Vielleicht bist Du auch nur etwas beunruhigt, wenn Du vom Thema hörst, weil Du noch nicht allzu viel unternommen hast.

Oder: gab es durch Erlebnisse (z.B. in einem Praktikum) einige wichtige „Aha-Effekte“? Oder: Deine letzte Berufsidee ist gerade zerbröselt. Und nun? Oder: Du bist schon mit Ideen und Informationen zu verschiedenen Studiengängen und Berufen durch die Medien oder durch Gespräche mit Eltern und Bekannten konfrontiert worden und kommst nicht recht weiter. Wofür sollst Du Dich entscheiden?

Eines steht fest: die Entscheidung ist höchst individuell und muss daher von Dir getroffen werden. Aber mit dem HIT 2010 und einem zusätzlichen Besuch bei der Studien- und Berufsberatung der Arbeitsagentur wirst Du auf den richtigen Weg gebracht und kannst Deine Ideen prüfen, bewerten und Dich dann für eine persönliche Strategie entscheiden.

Ich bin bald am Ziel!

(Phase III: Entscheidungs- und Realisierungsphase)

Wunderbar! Dann fallen einige Fragezeichen weg. Du hast offensichtlich bereits wichtige Hinweise erhalten, worauf es bei der Studien- und Berufswahl ankommt: Deine persönliche Situation, Deine Interessen, Deine Stärken. Du kannst auch viele Wege definitiv ausschließen (z.B. durch absolvierte Interessens- und Studierfähigkeitstests, durch Einschätzungen von anderen). Oder: Du nutzt fachkundige Quellen und Orientierungsmöglichkeiten, hast Dich schon einmal in der Studien- und Berufsberatung professionell beraten lassen und Praktika in mehreren Berufsfeldern gemacht. Oder: Du vergleichst Deine Interessen und Fähigkeiten sehr bewusst mit den Inhalten und Anforderungen Deiner ausgewählten Berufs- oder Studienziele.

Fazit: Egal wo Du gerade stehst – suche immer nach möglichen Alternativen, fahre mehrgleisig! Beim Bergsteigen spielt das Wetter eine große Rolle. Es kann plötzlich zu einem Wetterumschwung kommen, der die Kletterer zur Umkehr zwingt. Sie müssen dann auf besseres Wetter warten und einen neuen Versuch machen. Auch Studien- und Berufsträume sind „wetterabhängig“, können plötzlich zerplatzen.

Selbst wenn Du bereits kurz vor dem Ziel zu stehen scheinst – es sind noch einige Fragen zu klären, z.B.: Überspringst Du tatsächlich die Zugangshürden der Hochschulen? Kennst Du Alternativen, falls sich der Studienstart verzögert oder sich das Studium nicht realisieren lässt? Solltest Du an einer Universität oder Fachhochschule studieren? Wäre ein Auslandsaufenthalt, ein Freiwilligendienst oder eine Ausbildung vor dem Studium sinnvoll? Schaffst Du die Anforderungen des Studiums? Kannst Du bei unvorhergesehenen Ereignissen schnell reagieren? Wie sieht der Arbeitsmarkt in Deinem Berufsfeld aus? Wirst Du mit den Anforderungen im Berufsleben klarkommen? Der HIT 2010 und die Studien- und Berufsberatung der Arbeitsagenturen wissen hierauf Antworten!

Text und Gestaltung: Horst-Joachim Schwenke

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