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Fachtagung der Denkmalschützer / Besuch in Soldorf / Lehmsteine auf dem Tisch

Historische Gemäuer vor Abriss bewahrt

Soldorf (nah). Über Farbanstriche an historischen Gebäuden wissen die Experten für Denkmalschutzangelegenheiten in den Städten und Landkreisen des ehemaligen Regierungsbezirks Hannover jetzt ganz genau Bescheid. Bei einer Fachtagung, zu der Franziska Böger ihre Kolleginnen und Kollegen zunächst ins Kreishaus nach Stadthagen eingeladen hatte, war der Wetterschutz eines der wichtigsten Themen. Danach führte eine Exkursion zur Alten Schule in Soldorf sowie zu Fachwerkhäusern in unterschiedlichem Restaurierungszustand. Die Denkmalschützer treffen sich regelmäßig reihum zu Fortbildung und Meinungsaustausch.

Erfolgreiches Zusammenwirken von Firmen und ehrenamtlichem Engag

Welche Vorteile Leinöl für alte Balken bietet, zeigte der Kunstmaler und Experte für spezielle Anstriche, Theodor Vollmer, auf. Weitere Referate steuerten die Berufsschullehrerin Martina Flebbe sowie Bauingenieur Manfred Röver bei, der spezielle Probleme aus der Praxis schilderte. Auch während der Mittagspause, die im Soldorfer Dorfgemeinschaftshaus eingelegt wurde, drehten sich die Diskussionen weiter um den Erhalt historischer Bauten. Lehmsteine lagen auf dem Tisch als Beispiele für Arbeiten in hiesigen Praxisseminaren. Röver berichtete über die wiederholt erfolgreiche Vermittlung von Schaumburger Gebäuden, die als "Sorgenkinder der Denkmalpflege" neue Käufer oder Nutzer suchten. Von den ursprünglich rund 30 aufgelisteten Objekten befinden sich heute bereits ein Drittel in neuen Händen: "Diese Häuser konnten vor dem Abriss bewahrt werden." Er stellte den Teilnehmern auch das Projekt "Alte Schule" vor. Dank des ehrenamtlichen Einsatzes des Soldorfer Vereins "Dorfgemeinschaft" und der Schaumburger Interessengemeinschaft Bauernhaus (IGB) sowie der finanziellen Beteiligung von 15 Fachfirmen, die in einem Raum ständig ihre Produkte und Dienstleistungen ausstellen, trage sich das Haus selbst. Neben einem Zimmer für örtliche Zusammenkünfte sei hier auch die Beratungsstelle für Ländliche Baukultur mit regelmäßigen Sprechstunden untergebracht. Weiteren praktischen Anschauungsunterricht gab es an einerörtlichen Hoffassade, sowie an Rövers eigenem Wohnhaus.



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