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Sonderausstellung "Von Fördermaschinen und Schaufelladern" im Kleinenbremer Museum für Bergbau und Erdgeschichte

Historische Bergbaufotos und Lokführerschein-Prüfung

Kleinenbremen (rd). Im Rahmen des OWL-Themenjahres "Mobilität" ist im Kleinenbremer Museum für Bergbau und Erdgeschichte die Sonderausstellung "Von Fördermaschinen und Schaufelladern" eröffnet worden. Museumsleiter Dr. Gerhard Franke konnte den 1. stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Porta Westfalica, Dirk Rahnenführer, und als Freund und Förderer des Museums Landrat Wilhelm Krömer begrüßen.

Dirk Rahnenführer und Wilhelm Krömer legten die Prüfung für den

Franke stellte eingangs heraus, Sonderausstellungen des Museums seien nur durch aktive Mithilfe vieler Personen möglich. Jürgen Sandfort aus Minden, Hobbybergmann aus Leidenschaft, hat für diese Ausstellung umfangreiches Fotomaterial gesichtet und in einer Zeitenfolge zusammengestellt. Auch haben einige Hände der Kreisverwaltung an der Ausstellung mitgewirkt. Ein besonderer Dank galt dem Museumsnachbarn Holger Krömer, der den Reifen eines Kiruna-Trucks, immerhin zwei Meter groß und 1,2 Tonnen schwer, mit seinem Stapler in den Ausstellungsraum bugsiert hat. Die Fotoausstellung mitüber 50 Exponaten zeigt die Veränderung der technischen Möglichkeiten im Bergbau dieser Region. Dabei ist Mobilität die treibende Kraft wirtschaftlicher Prozesse. Schon im mittelalterlichen Bergbau wurden Transportgefäße gebaut und eingesetzt, zunächst Schubkarren, Hunte und Truhen. Im Eisenerzbergbau des Wesergebirges fand bis in die 1960er Jahre der Transport auf Schienen mit Diesel- und E-Loks statt. Aber auch Skipgefäße, deren Boden sich nach unten öffnete, Rolllöcher und Transportbänder gehören zum Thema Transport. Nach 1960 wurden keine Schienenfahrzeuge mehr eingesetzt, sondern Kiruna-Trucks bzw. Terex-Dumper und Bagger. Mit diesen Geräten ist der vorerst letzte Stand der technischen Möglichkeiten im heimischen Bergbau erreicht. Jürgen Sandfort führte die Gäste in einem kurzweiligen Vortrag durch die Ausstellung. Anschließend nahmen Krömer und Rahnenführer an einer museumspädagogischen Aktion zur Ausstellung teil. Unter Anleitung von Karl-Heinz Daum, der die Funktionsweise einer E-Lok unter Tage erläuterte, legten beide die praktische Prüfung für den Lokführerschein mit Erfolg ab. Von Susanne Riedmayer, der Museumspädagogin, erhielten Sie eine entsprechende Urkunde. Öffnungszeiten: Die Sonderausstellung ist bis zum 30. Juni dienstags, donnerstags, am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr zu sehen. Gruppen, die einen Lokführerschein erwerben möchten, müssen sich vorher beim Besucherbergwerk, (0571) 9 34 44 38, anmelden. Informationen: Museum für Bergbau und Erdgeschichte, Rintelner Str. 396, 32457 Porta Westfalica, (05722) 902.

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