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Ambulanter Palliativdienst ist rund um die Uhr erreichbar

Hilfe für unheilbar erkrankte Menschen

Stadthagen (sk). Seit drei Monaten ist an der Echternstraße das Büro des Ambulanten Palliativdienstes (APD) geöffnet. Der APD, tätig unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt, ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer (0176) 51 44 07 89 erreichbar und hat bereits einigen Menschen entscheidend helfen können. Die Inanspruchnahme des Dienstes ist kostenlos.

Der APD, in dem - zurzeit noch unentgeltlich - eine Krankenschwester, ein Seelsorger, ein Arzt, fortgebildet in Palliativmedizin, und eine Hospizlerin tätig sind, berät und hilft unheilbar erkrankten Menschen, die in ihrer letzten Lebensphase unter Schmerzen, aber auch unter Atemnot oder Unwohlsein und Ängsten leiden. Das lateinische Wort "palliare" bedeutet "lindern". Betroffene Menschen und deren Angehörigen haben im APD Tag und Nacht einen Ansprechpartner, wenn sie palliativmedizinische oder seelische und soziale Hilfe oder einen Rat benötigen. Der kleinen Raum des APD an der Echternstraße mit Schreibtisch, Besucherecke und Telefon ist keine Praxis, sondern eine Anlauf-, Vermittlungs- und Beratungsstelle und auch für die Öffentlichkeitsarbeit des Dienstes gedacht. Die vermittelte Hilfe erfährt der Patient zu Hause. Arzthelferin und APD-Mitarbeiterin Monika Henze aus Meerbeck berichtete im Pressegespräch von zwei Fällen (ohne Namensnennung), die die Arbeit des Dienstes aufzeigen. So wurde aus dem Krankenhaus Stadthagen ein an Krebs erkrankter junger Mann nach Hause entlassen - zum Sterben. Eine Heilung war nicht möglich. Nun mussten Vorkehrungen für die letzte Lebensphase des Patienten getroffenen werden. Der Sozialarbeiter im Krankenhaus sorgte für ein Pflegebett. Der Pflegedienst der Diakonie versorgte den Patienten zwei bis drei Mal am Tag, und die Angehörigen halfen. Der Hausarzt übernahm die medizinische Betreuung. Ein "Gerüst" der Versorgung stand also. Aber das Bedürfnis nach weiterer Unterstützung - Henze berichtete von "Hilferufen ohne Ende" - in der Situation war groß. Der Mann habe viel Schmerzen erleiden müssen. Die verordnete Schmerztherapie habe nicht ausgereicht, so Henze. In Verbindung mit dem Hausarzt konnte die Therapie verbessert werden. Außerdem nahmen sich APD-Mitarbeiter Zeit für Gespräche mit den Angehörigen. In einem anderen Fall half der APD einem sterbenskranken Patienten, der von der Palliativstation des hannoverschen Krankenhauses Siloa nach Hause entlassen wurde. Zwar sei der Patient in puncto Schmerzmittel "eingestellt",über seine Situation aber nicht gut aufgeklärt gewesen. Im APD habe der Mann, der sich sehr dankbar gezeigt habe, einen hilfreichen Gesprächspartner gehabt. Betreut wurde der Mann schließlich von einer Palliativ-Care-Kraft, einer Krankenschwester, die in der Palliativ-Pflege besonders ausgebildet ist.




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