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Mit Stockmeißel und Smoker am Bienenstock: Obernkirchener besuchen Imker

Hier summt und schwirrt es nur so - 40 000 Bienen leben in einem Stock

Obernkirchen/Rusbend (sig). Es summte und schwirrte um die Köpfe der vermummten Jungen und Mädchen, die sich im Garten eines Rusbender Imkers eingefunden hatten. Susanne Veentjer vom Jugendzentrum der Bergstadt hatte die Gruppe dorthin geführt. Dass Honig ein leckerer und gesunder Brotaufstrich ist, wussten die Kleinen. Auch, dass ein Stich der schwarzgelben Insekten wehtut. Seit diesem Besuch aber wissen sie viel mehr über die Honigspender.

Der erfahrene Imker Wilhelm Köster weihte seine jungen Gäste in die Geheimnisse des Lebens und Wirkens eines bis zu 40 000 Mitglieder zählenden Bienenvolkes ein. Mit Staunen nahmen sie zur Kenntnis, welche ungeschriebene, aber offensichtlich genetisch angelegte Ordnung in dieser Gemeinschaft herrscht. Alles konzentriert sich auf die Königin, die allein für die Brut und damit für den Fortbestand ihres Volkes zuständig ist. "Was tun denn die vielen anderen Bienen?", wollte ein Mädchen wissen. Köster brauchte einige Zeit, um das zu erklären. "Die meisten fliegen aus, um Nektar, Honigtau, Pollen, Kittharz und Wasser zu sammeln", ließ er die Kinder wissen. Andere putzen die Zellen, kümmern sich um die Versorgung des Nachwuchses, produzieren Wachs und bauen Waben. Einigebewachen den Eingang ihres Bienenstocks. Tote Wespen waren ein Beweis dafür, dass ihnen das gelingt. Wilhelm Köster, der Vorsitzender des Imkervereins Stadthagen ist, erklärte den Kindern, welch' wichtige Funktion die Bienen für die heimischen Kulturpflanzen haben. Sie sorgen für gute Ernteerträge auf den Feldern und bei den Obstbäumen. Seine 15 Völker haben ein ausreichend großes Einzugsgebiet. Auch die Anbauer von Raps profitieren davon. Die erste "Ernte" für den Rusbender Imker bestand ohnehin aus Rapshonig. Darauf folgte der Sommerhonig, bei dem die Bienen die verschiedensten Blüten "abernten". Köster: "Im Juli ist das Sammeln eigentlich vorbei; nur noch einige Bienen schaffen dann etwas Pollen und Nektar heran." Anschließend zeigte er den Gästen, wie man mit einem Stockmeißel Waben auslöst und sich dabei mit einem rauchenden Gerät, "Smoker" genannt, die Bienen vom Halse hält. Die verhielten sich aber ohnehin erstaunlich gutmütig: Kein Kind wurde gestochen. Als sich die Besichtigungstour dem Ende zuneigte, gab es für alle kleinen Besucher ein Butterbrot mit Honig. Außerdem durften sie ein Probegläschen des süßen Brotaufstrichs mit nach Hause nehmen.




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