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Sommerträume auf den ostfriesischen Inseln (1): Spiekeroog

Hier geht’s zum Strand

Wenn der Sommer naht, dann fahren viele Urlauber ans Meer. Und wo, wenn nicht auf den ostfriesischen Inseln, erleben die Menschen mehr Meer? Die Dewezet-Serie „Sommerträume auf den ostfriesischen Inseln“ ist nichts weniger als eine siebenteilige Liebeserklärung an Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge.

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Autor:

Jean LeGrand

Spiekeroog. Spiekeroog ist nicht irgendeine Insel. Spiekeroog ist ein grünes Eiland. Ein Stück heile Welt dort draußen, gar nicht weit von der Küste entfernt und doch urig eingebettet in Watt und Meer und nicht so einfach zu erreichen. Es ist die vielleicht grünste aller ostfriesischen Nordseeinseln, was die Nachbarn auf Wangerooge und Langeoog natürlich gar nicht gerne hören. Aber wer, wie etwa Cornelia Müller, Land u n d Meer in seinen Sommerferien genießen will, der ist hier so gut aufgehoben wie die Reisende aus dem Ruhrpott.

Obwohl, wenn sie genau überlegt, ist sie gar keine Reisende, sondern eine Ankommerin: „Hier auf Spiekeroog ist meine Sommerheimat. Vier Wochen Ferien, jedes Jahr und das seit Mitte der Achtziger schon. Ich fühle mich mit der Insel verbunden“, sagt Cornelia Müller. Da geht es ihr wie tausenden Touristen, die jedes Jahr ihre Sommerfrische hier einatmen, wenn sie die Nasen in den salzgeschwängerten Wind halten. Manche schließen die Augen und hören, wie die Nordsee zu ihnen spricht. Andere rätseln über die wilden Bilder der Kumuli, die über die geografisch recht unorthdox bezeichnete „zweite Insel von rechts“ Richtung Westen hinwegziehen. Es ist wundervolle Ironie zu behaupten, dass erst über Wangerooge ebensolche Wolken ein paar Tröpfchen fallen lassen. Gesunde Inselkonkurrenz. Kennt man hier im Wattenmeer.

Acht Buchstaben bilden folgendes Wort: autofrei! Das Ausrufungszeichen dahinter gibt’s gerne gratis, denn Ruhesuchende, die die Hektik des motor- und maschinengeschwängerten Alltags auf dem Festland endlich einmal hinter sich lassen wollen, werden auf Spiekeroog ganz und gar in die naturgegebene Akustik eingebettet: Möwenschreie, Wellenrauschen, Strandhafergeraschel. Eine Wohltat. Weite Salzwiesen, kleine Wäldchen und eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt – es ist eine atemberaubende Natur, die von 15 Kilometern traumhaft feinem Sandstrand umgürtet wird. Und mittendrin ist das Dorf, das den selben Namen trägt wie die ganze Insel: Spiekeroog eben. Ein idyllisches Fleckchen Erde. Malerisch gelegen, mit schmalen Gässchen, liebevoll bemalten Türen sowie kleinen Geschäften und Cafés. Viele der Häuser sind von Rosen umrahmt, und über hundert Jahre alte Linden, hohe Kastanien und Eichen strahlen Ruhe aus und laden zum Verweilen ein. Lärm und Stress sind für die Besucher weit entfernt. Für die Einheimischen natürlich nicht immer. Gerade in den Sommermonaten, wenn tausende Urlauber hübsch untergebracht wohnen wollen und die Vorzüge eines kühlen Bierchens oder einer Tasse Kaffee samt Hüftgold verzierender Torte der Sorte Ich-nehme-noch-ein-Stück genießen, wird’s für Gastronomen, Hoteliers und Fremdenzimmeranbieter turbulent. Das schäbige Wörtchen Fremdenzimmer – du liebe Güte, wer hat es sich bloß einmal ausgedacht, da gibt es doch wahrhaft schönere Bezeichnungen – sollte niemals auf die Goldwaage gelegt werden. Fremd ist hier keiner. Fremd fühlen sich auf Spiekeroog die wenigsten. Inselkoller? „Ach was, so ein Unsinn“, sagt Cornelia Müller.

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Und jetzt geht’s zum Strand! Hui, der ist groß. 15 Kilometer lang, ziemlich breit, und so hell wie der Sand strahlen auch die rund 500 Strandkörbe auf Spiekeroog. Wer schon vor Urlaubsbeginn bequem von zu Hause aus reservieren möchte, kann das bereits vier Wochen vor der geplanten Reise über den Urlaubsservice auf der Spiekeroog-Homepage (Steckbrief) tun. Watt jetzt noch? Nix mehr. Am besten gleich was Nettes suchen und dann buchen. Spiekeroog, das grüne Herz der Nordsee, ist es wert.

Die grün(st)e Insel im ostfriesischen Wattenmeer bietet ein idyllisches Dörfchen, das umgürtet wird von einem 15 Kilometer langen Sandstrand.

Die Anreise erfolgt per Fähre ab Neuharlingersiel über das Weltnaturerbe Wattenmeer. Spiekeroog ist ein anerkanntes Nordseeheilbad und bietet perfekte Bedingungen für die ganze Familie. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.spiekeroog.de



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