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Telekom informiert Bürger in Flegessen über DSL-Versorgung / „Man muss selbst aktiv sein“

Hickhack ums Internet erhitzt die Gemüter

Flegessen (lil). Höhnisches Gelächter, Gemurmel, Applaus und ein Ortsbürgermeister, der immer wieder für Ruhe sorgen musste: Aufgebrachte Stimmung herrschte während der Sitzung des Ortsrats Flegessen/Hasperde/Klein Süntel am Montagabend. Rund 50 Bürger hatten sich in den Sanddornstuben eingefunden – viele mit der Absicht, ihrem Unmut über die Telekom und den schleppenden Breitband-Ausbau in ihrem Dorf Luft zu machen.

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Eingeladen hatte Ortsbürgermeister Detlef Olejniczak die drei Vertreter des Unternehmens allerdings aus einem anderen Grund: Sie sollten die Internetanbindung in den Ortsteilen aus technischer Sicht erläuterten. Die Veranstaltung war als Bürgerinfo gedacht, nicht aber, um die DSL-Versorgung eines jeden Haushalts zu erörtern. „Es hilft uns nicht, wenn wir jeden einzelnen Fall durchgehen“, mahnte Olejniczak. „Wir können nicht stundenlange Monologe halten.“

Dennoch schilderten einige Bürger, was ihnen widerfahren war: Wochen ohne ein funktionierendes Telefon, monatelanges Warten auf eine schnelle Internetverbindung und Auskünfte seitens der Telekom, die nach ihrer Darstellung bei jedem Anruf und Mitarbeiter variierten. „Kommunikation ist etwas, was die Telekom nicht beherrscht“, beklagte Ortsratsmitglied Uwe Schrake verärgert.

Sein Telefon jedenfalls dürfte seit gestern nicht mehr stillstehen: Alexander Peters, Leiter der beiden Telekom-Shops in Hameln, verteilte vor Ort seine Visitenkarte. Er sei der richtige Ansprechpartner, um den Einzelfall zu prüfen und fundierte Auskunft über die Verfügbarkeit zu geben, betonte Uwe Ingenhaag von der Telekom mehrfach.

Was einigen Bürgern, die sich in die von Olejniczak ausgelegte Liste eingetragen hatten, jedoch nicht klar war: Ihre Anschlüsse stellt die Telekom nicht automatisch auf DSL um. „Man muss selbst aktiv werden und einen Antrag stellen“, so Ingenhaag. „Es gibt kein ‚Zu spät‘, Ports werden sukzessiv nachgerüstet.“

Auch Hartwig Möller, Ortsbürgermeister von Hachmühlen-Brullsen, nahm an der Sitzung teil, um sich über die Versorgung in seinen Ortsteilen zu informieren. Er berichtete von positiven Erfahrungen: „Ich habe eine 16 000er Leitung in einer Filiale in Barsinghausen beantragt und drei Wochen später immerhin 11 000 Megabit bekommen.“

„Ich denke, dass die Sitzung für einen Großteil der Bürger zufriedenstellend verlaufen ist“, bilanziert Olejniczak. Er bittet alle, die sich nach der Sitzung mit der Telekom in Verbindung gesetzt haben, ihm eine Rückmeldung per E-Mail (d.olejniczak@t-online.de) zu geben. „Ich möchte nicht nur von den negativen Erfahrungen in Kenntnis gesetzt werden, sondern auch von den positiven“, so der Ortsbürgermeister. „Herr Ingenhaag will sich dann persönlich um die Probleme kümmern.“

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