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Los Tumpolòs rocken die NDR1-Kultbühne auf der Löwenbastion

„Hey Hey Hey“ – sie sind wieder da

Hannover. Nein, ein Comeback kann man den Auftritt der legendären Kultband aus Hannover im Rahmen des diesjährigen Maschseefestes nicht bezeichnen – eher als Fortführung einer grandiosen Karriere, die bereits 1992 begann und bis heute andauert. In den letzten Jahren ist es schon etwas ruhiger um das Quartett geworden – in den musikalischen Vorruhestand wollen sich Micha Westphal (Lead-Vocals/Guit.), Jens Bernewitz (Bass/Vocals), Carsten Litfin (Guit.) und Dominic Dias (Drums/Vocals) jedoch noch lange nicht verabschieden.

Autor:

Lars Andersen

„Eine Weltkarriere streben wir nicht mehr an – solange es aber unsere anderen Aktivitäten erlauben, werden wir weiter auf der Bühne präsent sein“, witzelt Jens Bernewitz, der in den Noah Studios/Hannover als Produzent und Toningenieur tätig ist. Verstärkt hat sich die Band an diesem Abend noch mit Weltklasse-Perkussionist PiTTi Hecht, Prof. Dr. Dr. Smöre Broed an der Gitarre und Keyboarder Mike Wiesner.

Nach vier Studioalben sowie unzähligen Auftritten hat die Formation bis dato nichts von ihrer musikalischen Ausdruckskraft verloren. Auf einen Gig ist die Gruppe jedoch besonders stolz – zwar liegt der schon mehr als 18 Jahre zurück, doch in den Köpfen der „Tümpels“ ist er immer noch allgegenwärtig.

„1998 haben wir zusammen mit Lauryn Hill und Ziggy Marley vor 15 000 Zuschauern beim Reggae Sunsplash-Festival in Ocho Rios gespielt. Bis heute sind wir die einzige deutsche Band, die auf diesem Festival gespielt hat. Unter anderem traten dort schon UB 40, Wyclef Jean und natürlich Bob Marley auf. Ein Jahr später war geplant, dass auch Fury In The Slaughterhouse dort performen sollten – irgendwie hatte sich das aber zerschlagen“, erklärt uns Jens.

Die „Tümpels“ bei der Arbeit: Micha (von links), Carsten, Dominic, Jens, PiTTi und „Smöre“. Texte und konzertfotos: Lars Andersen

Los ging’s mit „Girl, I’m Gonna Miss You“ aus dem Album „Lonely Planet“ (1996), gefolgt von „Don’t Be Scared“. Nach „I Asked Her (Hey Hey Hey)“ erscheint im feschen Anzug mit roter Krawatte „Prof. Dr. Dr. Smöre Broed“ auf der Bühne und bearbeitet unter lautem Beifall der Fans seine Gibson zu „Rainy Days“. Er setzt mit seinem Sechsaiter, wie auch PiTTi Hecht an den Percussions, vielen Tumpolòs-Songs das Gütesiegel „besonders wertvoll“ auf.

Nach dem Motto „Gut gecovert ist halb gewonnen“ überzeugt die Gruppe auch mit Songs, die nicht aus ihrer Feder stammen – so unter anderem mit „Purple Rain“ von Prince und der Zugabe „Are You Gonna Go My Way“ von Lenny Kravitz.

„Geplant ist, dass wir in absehbarer Zeit wieder ein neues Album einspielen werden“, gab uns Jens Bernewitz noch mit auf den Weg. Wir würden uns freuen, Jungs.




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