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Heute: Was sind eigentlich Milien?

Gertrud D. (49) aus Hameln fragt: „Ich habe da so kleine verhärtete Stellen, – man könnte wohl auch Knötchen dazu sagen – im Gesicht. Mein Hausarzt hat gesagt, das wären Milien, und die wären völlig harmlos. Ich habe mich nicht zu fragen getraut, was Milien eigentlich sind. Wer kann mir da weiterhelfen?“

Heute: Was sind eigentlich Milien?

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Adresse: Dewezet-Sprechstunde, 31784 Hameln Telefon: 0 51 51/200-421

E-Mail: u.behmann@dewezet.de

Dr. med. Werner G. Gehring antwortet: Milien werden umgangssprachlich auch Grieskörner genannt. Es handelt sich um kleine weiße Knötchen, die mit Hornmaterial gefüllt sind. Sie treten bevorzugt bei jungen Mädchen und älteren Personen auf. Auch Säuglinge können in den ersten Lebensmonaten betroffen sein. Die Milien verschwinden bei den Babys in der Regel von selbst wieder.

Was Ihr Arzt gesagt hat, stimmt: Milien sind harmlose Hautveränderungen. Es handelt sich um kleine, nur etwa ein bis zwei Millimeter große weiße Knötchen, sogenannte Zysten. Sie liegen unter der Haut. Die Milien findet man am häufigsten im Gesicht, speziell unter den Augen und an den Wangen. Sie können sowohl vereinzelt als auch in Gruppen auftreten. Grieskörner können sich jedoch auch an anderen Körperstellen bilden, beispielsweise infolge von Hautveränderungen, Verletzungen, Verbrennungen oder Schäden durch zu intensives Sonnenbaden.

Die Ursache für die Entstehung der Milien ist bislang unbekannt. Sie werden durch Blickdiagnose festgestellt. Wie schon gesagt: Milien sind völlig harmlos, werden aber oftmals als ästhetisch störend empfunden. Die Entfernung sollte so früh wie möglich erfolgen, da die Milien zunehmend fester werden.

Um die Milien zu entfernen, wird die Haut eingeritzt und der Inhalt der Zyste herausgepresst. Das Öffnen kann auch mittels Laser erfolgen. In der Regel bleiben nach dem Entfernen der Grieskörner keine Narben zurück.

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