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Heuschnupfen

Heute: Heuschnupfen

Gertrud B. (53) aus Hameln fragt: „Ich leide an Heuschnupfen. Wenn die Pollen fliegen, ist es bei mir so, als sei ich permanent erkältet. Was ist Heuschnupfen eigentlich?

WIR HELFEN WEITER Ihre Fragen - auch

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E-mail: u.behmann@dewezet.de

Dr. Werner G. Gehring antwortet: Laut DAAB – Deutscher Allergie und Asthma Bund – leiden etwa 16 Prozent der Deutschen unter Heuschnupfen. Da der Heuschnupfen eigentlich wenig mit „Heu“ und einfachem „Schnupfen“ zu tun hat, ist in medizinischen Fachkreise die Rede von einer „Pollinosis“ oder einer „Rhinitis allergica“, eine allergische Entzündung der Nasenschleimhaut.

Pollinosis ist eine allergische Erkrankung und wird durch den Blütenstaub (Pollen) von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide oder Kräutern ausgelöst. Wenn der Heuschnupfen nur zu bestimmten Jahreszeiten auftritt, bezeichnet man diesen als saisonal, wenn er über das ganze Jahr andauert, als perennial.

Im letzteren Fall sind jedoch andere Allergene die Auslöser, wie beispielsweise Tierhaare, Milben oder Schimmelpilze, die das ganze Jahr über in der Umwelt vorkommen. Auch berufliche Allergene oder Nahrungsmittel können zu Heuschnupfen führen. Warum einige Menschen allergisch auf bestimmte Pollen oder Stoffe reagieren und andere nicht und was genau den Heuschnupfen verursacht, ist bislang unbekannt. Beim saisonalen Heuschnupfen handelt es sich um eine allergische Sofortreaktion. Die Auslöser sind Pollen oder Sporen von extramuralen Pilzen. Das Immunsystem überreagiert auf inhalierte Allergene – Substanzen, die Al-lergien auslösen, im Fall von Heuschnupfen sind es Pollen. Das Immunsystem produziert dann Antikörper, sogenannte IgE-Antikörper, welche sich an Mastzellen binden und die Freigabe von Histamin stimulieren. Histamin ist verantwortlich für die allergischen Symptome und Beschwerden. Ein dauerhafter Heuschnupfen wird meist durch andere Allergene verursacht. Dazu zählen unter anderem Hausstaubmilben, Tierhaare, Mehlstaub, Holzstaub, Pflanzenstaub, Chemikalien und Nahrungsmittel.

Es gibt folgende unterschiedlichste Symptome und Beschwerden, die auf einen Heuschnupfen hinweisen können:

Nase: Niesattacken, Juckreiz, Brennen, wässrige Sekretion (Fließschnupfen), Schwellung der Nasenschleimhaut.

Augen: Brennen, Juckreiz, Rötung, tränende Augen, Schwellung der Bindehäute

Hals: Halsschmerzen, Juckreiz im Bereich des Gaumens, trockener Hustenreiz.

Weitere Symptome: Kurzatmigkeit, Temperaturanstieg bis hin zum Fieber, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen.

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