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Prozess gegen mutmaßliches Rintelner Drogen-Pärchen geplatzt

Heroin im Körper geschmuggelt

Rinteln/Bückeburg (ly). Nach Rotterdam - der Drogen wegen: Bei fünf Fahrten in die Niederlande soll ein Rintelner jeweils zwischen 30 und 50 Gramm Heroin geschmuggelt haben. Staatsanwalt Frank Hirt geht davon aus, dass der 34-Jährige im Raum Schaumburg einen "festen Kundenstamm von mindestens 24 Personen" hatte. Die Drogen soll er eingeschweißt und in seinemKörper versteckt haben.

In einem Rauschgiftprozess vor der 1. Großen Strafkammer am Bückeburger Landgericht wirft Hirt dem Angeklagten in fünf Fällen Handel und unerlaubte Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor. Auf jede Tat stehen zwei Jahre Freiheitsstrafe. Dies heißt aber nicht, dass dem Angeklagten bei einem Schuldspruch zehn Jahre Haft drohen: Die Justiz rechnet anders, sie rechnet mit Rabatt. Verteidiger Dr. Volkmar Wissgott hat ein Geständnis seines Mandanten angekündigt. Dies dürfte sich zugunsten des 34-Jährigen auswirken. Dennoch droht eine mehrjährige Haftstrafe. Zunächst aber ist der Prozess aus formalen Gründen geplatzt. Die Anklageschrift wurde noch verlesen. Wann es weitergeht, steht nicht fest, vielleicht erst im kommenden Jahr. Abgetrennt worden ist das Verfahren gegen die Lebensgefährtin des mutmaßlichen Drogenhändlers, die eigentlich mit auf der Anklagebank sitzen sollte. Einem ärztlichen Attest zufolge wäre die Teilnahme am Prozess für die Frau jedoch ein zu großes gesundheitliches Risiko. Die Rintelnerin soll das Heroin als Gehilfin für den Verkauf abgewogen, teilweise an Abnehmer übergeben und auch gedolmetscht haben. Der Tatzeitraum umfasst zwei Monate, von Anfang November 2007 bis zum Tag der Festnahme am 4. Januar. Laut Anklage betrug der Einkaufspreis 23 Euro pro Gramm. Weiterverkauft haben soll das Pärchen die Drogen für 30 bis 35 Euro. Nach Geständnissen im Vorfeld der Verhandlung sind beide Angeklagte wieder auf freiem Fuß.




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