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Aber die Zahl der freien Stellen geht zurück / Positiver Trend für junge Leute

Herbstbelebung sorgt für neue Jobs

Weserbergland (wft). Zum ersten Mal seit sechs Jahren ist die Zahl der Arbeitslosen im Weserbergland unter die Marke von 20 000 Menschen ohne Job gefallen. Die Arbeitslosenquote wurde von der Agentur für Arbeit Hameln mit 9,5 Prozent angegeben. Im September hatte sie noch bei 9,7 Prozent gelegen. Damit liegt die Arbeitslosenquote allerdings noch weit über dem Landesdurchschnitt von 8,1 und dem Bundesdurchschnitt von 8,2 Prozent.

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"Mit der saisonüblichen Herbstbelebung setzte sich die Entlastung des hiesigen Arbeitsmarktes fort", begründete die Leiterin der Arbeitsagentur Hameln, Ursula Rose, die Entwicklung im Weserbergland. Aber auch die Job-Center in Hameln, Holzminden und Schaumburg hätten durch die intensive Betreuung ihrer Kunden zur spürbaren Senkung der Arbeitslosigkeit beigetragen. Als "besonders erfreulich" bezeichnete Rose den nochmaligen Rückgang der Arbeitslosenzahl bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren. Ähnlich wie im Vormonat sank die Zahl mit 252 um mehr als 10 Prozent auf aktuell 2073. Bestätigt hat sich nach den von der Agentur vorgelegten Zahlen der Trend der Vormonate, dass mit 1572 Menschen mehr Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, als entlassen wurden. Dies waren im Oktober 1491. Die Mehrzahl der Arbeitslosen wird nach wie vor von den Job-Centern betreut. Es sind derzeit 13 640 Arbeitslose, dieüberwiegend das Arbeitslosengeld II beziehen. Im Vergleich zum Vormonat hat sich ihre Zahl um 314 verringert; im Oktober 2006 waren es dagegen noch 919 mehr. Noch günstiger stellen sich die Zahlen für die Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit dar: Sie hatte 5956 Beziehervon Arbeitslosengeld I oder von Arbeitslosen ohne Leistungsanspruch zu betreuen. Das sind zwar nur 180 Arbeitslose weniger als im September, dafür fällt aber der Vergleich zum Oktober 2006 deutlich besser aus. Damals waren es noch 7657 Betroffene, die größtenteils innerhalb der letzten 12 Monate zuvor ihren Job verloren hatten. Trotz der Herbstbelebung meldeten sich im Oktober mit fast 4000 Männern und Frauen wieder 382 mehr Menschen arbeitslos als im Monat zuvor. 1491 Personen kamen dabei direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Betroffen waren dabei vor allem Beschäftigte aus dem Produzierenden und dem Dienstleistungsgewerbe. Andererseits konnten aber auch 4480 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Für 1572 von ihnen gab es einen neuen Job. Im Gegensatz zur bundesweiten Entwicklung, wo die Zahl der offenen Stellen um 150 000 zugenommen hat, war die Arbeitskräftenachfrage im heimischen Raum geringer als in den Monaten zuvor: Der Arbeitsagentur Hameln wurden aus dem ersten Arbeitsmarkt diesmal 792 Jobs zur Besetzung gemeldet. Im September waren es noch 962 und selbst im Ferienmonat August noch 950. Vom Rückgang der Nachfrage seien nahezu alle Wirtschaftsbereiche betroffen gewesen, meldet die Arbeitsagentur. Die stärksten Rückgänge an freien Stellen gab es mit minus 29 Prozent im Baugewerbe, mit minus 27,3 Prozent im Gesundheits- und Sozialwesen und mit minus 18,1 Prozent im Bereich der Leiharbeitsfirmen. Das Angebot an Beschäftigungsmöglichkeiten lag mit 1251 Stellen 7,2 Prozent unter dem Vorjahresangebot. Davon entfielen aber 459 Angebote auf Arbeitsgelegenheiten und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Für die einzelnen Geschäftsstellen der Arbeitsagentur Hameln reichen die Arbeitslosenquoten von 8,6 Prozent in Stadthagen bis zu 11,3 Prozent in Bad Pyrmont. Über dem Durchschnitt von 9,5 Prozent liegen der Landkreis Holzminden mit 10,3 Prozent und der Landkreis Hameln-Pyrmont (ohne Bad Pyrmont) mit 9,8 Prozent. Unter dem Durchschnitt liegen neben Stadthagen auch Rinteln mit 9,3 und Springe mit 9,4 Prozent.

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