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Jugendleiter-Ausbildung läuft / Renovierung der Räumlichkeiten an der Eimbeckhäuser Grundschule

Henning hofft: Jugendtreff wieder offen ab Ostern

Bad Münder (st). Das Jugendzentrum „Point“ der Stadtjugendpflege in der münderschen Kernstadt lockt jeden Tag zahlreiche Jugendliche mit attraktiven Aktivitäten. In den Ortsteilen ist das Angebot für junge Münderaner weniger üppig – vielerorts herrscht gähnende Langeweile, einen Treffpunkt für den Nachmittag mit Aufsicht sowie Spiel- und Sportmöglichkeiten gibt es nicht. Einzige Ausnahme zurzeit: Nienstedt.


Für den dortigen Jugendraum hat Stadtjugendpfleger Frank Henning ein paar Jugendliche gefunden, die die Betreuung am Nachmittag übernehmen. Auch im größten münderschen Ortsteil, in Eimbeckhausen, will Henning in absehbarer Zukunft wieder eine Möglichkeit für Jugendliche schaffen, sich in entspannter Atmosphäre zu treffen. Einen Aufpasser hat er auch schon an der Hand. Was noch fehlt? Die sogenannte Juleica. „Das ist die Jugendleiterkarte, die ein Jugendlicher haben muss, um die Aufsicht in einem Jugendtreff übernehmen zu dürfen“, erklärt Henning.

„In Nienstedt haben wir zurzeit einige Jugendliche mit einer solchen Karte.“ Die Ausbildung für den engagierten Eimbeckhäuser laufe zurzeit. „Die Ausbildung dauert wenigstens drei Monate und beinhaltet mehrer Themenschwerpunkte, die im Umgang mit Jugendlichen wichtig sind“, so Henning. Die Juleica-Azubis lernen unter anderem wichtige Inhalte des Jugendschutzgesetzes, psychologische und pädagogische Grundlagen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und sie beschäftigen sich mit Themen, die Jugendlichen auf den Nägeln brennen.

„Seit drei Wochen ist der Jugendliche aus Eimbeckhausen jetzt dabei“, sagt Henning. Bis der Raum an der Grundschule wieder für die jungen Eimbeckhäuser geöffnet werden kann, müsse noch ein bisschen was getan werden. Der Zustand sei nicht der beste, Henning hofft, dass der städtische Bauhof im Frühjahr ein paar Sanierungsarbeiten vornehmen kann. „Vielleicht können wir bis Ostern 2011 den Raum wieder öffnen. Das wäre super.“

In der Vergangenheit ist in den Raum des Öfteren eingebrochen worden, was in den Augen vieler Einwohner ein schlechtes Licht auf die Jugendlichen geworfen hat. Seit einiger Zeit hat eine Videoüberwachungsanlage die Eingänge zur Grundschule im Auge – was in erster Linie eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Täter haben soll. Wenn jetzt der Raum noch ein wenig auf Vordermann gebracht werde, dann könne es wieder losgehen, sagt Henning.

Überlegungen, den zurzeit ungenutzten Treff von der von Raumnöten geplagten Jugendmusikschule (JMS) mitnutzen zu lassen, hält JMS-Vorsitzender Andreas Seidel für nicht praktikabel. Erstens bestünde in Eimbeckhausen kein Bedarf und zweitens seien Jugendräume – gerade, wenn sie gemeinschaftlich genutzt würden – keine sicheren Aufbewahrungsorte für teure Musikinstrumente. „Wir nutzen in Eimbeckhausen zurzeit bereits Räume in der Grundschule und das Obergeschoss unseres ehemaligen JMS-Hauses an der Straße Am Sportplatz“, sagt Seidel. „Was wir brauchen, ist ein Standort in der Kernstadt, an dem wir unsere Kernkurse geben können“, sagt Seidel.

Wenn nicht die Jugendmusikschule, dann vielleicht ein anderer Verein – Henning ist für die gemeinschaftliche Nutzung von Jugendräumen mit anderen Vereinen ebenso zu haben wie Sozialamtsleiterin Elisabeth Borcherding.



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