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Helpsen senkt und erhöht Hundesteuer

Helpsen (jl). Die Gemeinde Helpsen geht als erste Kommune in der Samtgemeinde Nienstädt neue Wege bei der Besteuerung von Hunden. In der vom Rat bei einer Enthaltung beschlossenen Satzung steigen die Tarife für normale Hunde vom kommenden Jahr an deutlich. Die Steuer für sogenannte gefährliche Hunde fällt dagegen drastisch. Ferner ist der frühere Kampfhunde-Katalog der Satzung radikal eingedampft worden.

Die noch gültige Hundesteuersatzung stammt aus dem Jahr 1999. Das war die Zeit, in der das Thema Kampfhunde allgegenwärtig war. Wie andere Kommunen auch wappnete sich Helpsen gegen Auswüchse in der Hundehaltung mit einer ellenlangen Liste von Rassen, die aus damaliger Sicht das Kriterium Kampfhund erfüllen zu schienen. Zum Katalog gehörten happige Steuersätze. Für den ersten Kampfhund wurden 500, für den zweiten 800 und für jeden weiteren 1100 Euro verlangt. Dieses Gebilde ist brüchig geworden. So sind die erhöhten Sätze für Kampfhunde mehrfach in Gerichtsverfahren als ungerechtfertigt beurteilt worden. Ferner sind im Lauf der vergangenen in den Gesetzen von Bund und Ländern andere Maßstäbe an die Beurteilung der Eigenschaften von Hunden angelegt worden. Die besondere Gefährlichkeit, die zuvor einem ellenlangen Rassekatalog quasi ab Geburt zugeschrieben worden war, gibt es so nicht mehr. Nur vier Rassen schreibt der Gesetzgeber und die neue Helpser Satzung grundsätzlich eine Gefährlichkeit zu: Bullterrier, Pitbull, American Staffordshire Terrier und Staffordhire Bullterrier. Im Übrigen gelten Hunde in dem Regelwerk als gefährlich, die aggressiv in Erscheinung treten und die somit eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen. Dafür kommt theoretisch jeder Vierbeiner in Frage, wenn er entsprechend erzogen und gehalten wird. Auch bei der Höhe der Steuersätze für diese Vierbeiner hat Helpsen sich dem Trend angepasst. Jetzt kostet der erste gefährliche Hund 150, der zweite 300 und jeder weitere 450 Euro. Bei den normalen Steuersätzen hat der Rat die Werte kräftig erhöht, liegt nach Einschätzung von Bürgermeister Adolf Neitsch (SPD) im Vergleich zu anderen Schaumburger Kommunen immer noch sehr günstig. So kostet der erste Hund von Januar 2008 an 36 statt 24 Euro, der zweite 72 statt 32 und jeder weitere 80 statt bisher 40 Euro.



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