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Helmuth Mönkeberg über seine Arbeit im Stadtrat und Kreistag

Helmuth Mönkeberg: „Weg von der Kleinstadt-Denkerei“

BAD MÜNDER. Stadtrat und Kreistag, Opposition auf der einen und Mehrheitsgruppe auf der anderen Seite – wie unterscheiden sich die Arbeiten voneinander, und kann eine Position von der anderen profitieren? Helmuth Mönkeberg zieht nach knapp zwei Jahren im Kreistag Bilanz.

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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Mönkeberg (proBürger), der im Stadtrat in der Opposition sitzt, wurde bei der Kommunalwahl 2016 in den Kreistag gewählt – gemeinsam mit der SPD, den Grünen und den Linken bildet der Münderaner dort die Mehrheitsgruppe. Doch als bloßer „Nicker“ sieht er sich nicht. „Ich habe eine Meinung, und die vertrete ich auch“, bilanziert er nach fast zwei Jahren. „Ich habe auch kein Problem damit, Landrat Tjark Bartels oder Ulrich Watermann mal was zu sagen.“ Menschlich komme er aber mit allen gut aus.

In der Kreispolitik sieht Mönkeberg vor allem drei Schwerpunkte: die Tourismusregion, die Gesundheitsregion und die Bildungsregion Weserbergland. Um die Bildungsregion voranzutreiben, sei nun mit der Ansiedlung der Bildungseinrichtungen auf dem Linsingen-Gelände ein großer Schritt getan. An der „Gesundheitsregion Weserbergland“ müsse noch gearbeitet werden. Mit der Elisabeth-Selbert-Schule gebe es bereits ein gutes Engagement im Bereich der Altenpflege. „Dem müssen wir weiter Rechnung tragen.“ Auch im Tourismus-Sektor sieht er noch Ausbaumöglichkeiten: Die Städte und Gemeinden konzentrierten sich zu sehr auf sich selbst, „wir müssen weg von dieser Kleinstadt-Denkerei und ein landkreis- und länderübergreifendes Konzept von Hann. Münden bis Porta Westfalica erarbeiten.“

Aber nicht nur auf Kreis-, sondern auch auf Stadtebene hat Mönkeberg genaue Vorstellungen – und: „Nach der Sommerpause werde ich wieder einige Anträge stellen“, kündigt er an. Auch für Bad Münder wünscht sich Mönkeberg eine engere Zusammenarbeit für ein Gesamtkonzept. „Egal, wo wir politisch stehen, wir müssen sehen, wie wir gemeinsam die Stadt nach vorne bringen.“ Auch eine touristische Vermarktung mit Springe hält er für denkbar.

Eines hat für Mönkeberg oberste Priorität: „Ich möchte eine bürgernahe Politik machen und Bad Münder und den Landkreis voranbringen. Dabei ist es egal, von wem der Antrag kommt – unser Job ist es, zu prüfen, ob er sinnvoll und umsetzbar ist.“

In die Quere kommen würde sich die Arbeit beim Kreis und bei der Stadt nicht, meint Mönkeberg – im Gegenteil: „Oft weiß ich Sachen, die die Stadt betreffen, schon aus dem Kreistag, oder ich erreiche etwas schneller beim Landkreis, weil ich die Leute dort kenne.“ Gemeinsam mit Swen Fischer und Hans-Ulrich Siegmund – seinen Mitstreitern im Stadtrat und Kreistag – „können wir dann überlegen, wie man das auf die Stadt Bad Münder übertragen kann.“ Auch wenn sie unterschiedlichen Parteien angehörten – „wir verstehen uns untereinander“, so Mönkeberg.

Ob er sich in drei Jahren noch einmal für den Kreistag zur Wahl stellt? Es sei noch zu früh, das zu sagen, sagt Mönkeberg, meint aber: „Warum nicht? Solange die Arbeit noch Freude macht und ich etwas bewegen kann, mache ich weiter. Wenn ich mich nur noch ärgere, würde ich aufhören.“



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