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Für Kleinkinder auf Mineralwasser ausweichen / 2007 bei 47 Proben sechs Grenzüberschreitungen

Helmhold: Uran-Messung nicht hinausschieben

Rinteln (rd). Mit Unverständnis haben die Rintelner Grünen auf die Meldung reagiert, nach der die Stadtwerke den Urangehalt des Rintelner Wassers erst messen lassen wollen, wenn das Analyse-Labor in Coppenbrügge die entsprechende Ausrüstung beschafft hat (wir berichteten).

Ursula Helmhold erklärte dazu in einer Pressemitteilung, es sei geradezu fahrlässig, die Messung hinauszuschieben und die Bevölkerung, insbesondere Eltern von Kleinkindern und Säuglingen, nicht zu warnen. Die Grünen fordern deshalb die Stadtwerke auf, unverzüglich eine Analyse in einem Labor durchführen zu lassen, das bereits über die entsprechende Ausrüstung verfügt. Ursula Helmhold betonte, sie habe ein entsprechendes Schreiben an den Bürgermeister gerichtet: "Die Rintelner Bürgerinnen und Bürger brauchen sofort Sicherheit darüber, ob das Trinkwasser mit Uran belastet ist oder nicht." Uran habe ähnlich hohe Giftigkeit wie Blei. Es könne Leber und Knochen schädigen. Säuglinge und Kleinkinder reagierten besonders empfindlich auf das Schwermetall. Ursula Helmhold schlägt deshalb in ihrer Pressemitteilung vor, Eltern sollten bis zum Vorliegen der aktuellen Werte für Rinteln Mineralwasser benutzen, das als für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet bewertet ist. Hier gebe es im Gegensatz zum Trinkwasser einen Grenzwert: Mehr als zwei Mikrogramm Uran pro Liter dürfe Mineralwasser nicht enthalten - "damit sind die Eltern auf der sicheren Seite". Nach ihren Informationen sei in Coppenbrügge der Grenzwert im Jahr 2007 überschritten worden, wo das Trinkwasser im Rahmen eines bundesweiten Forschungsprogramms untersucht worden sei. Bei 47 Proben in Niedersachsen habe es sechs Grenzwertüberschreitungen gegeben. "Wir müssen möglichst schnell Sicherheit darüber bekommen, ob das Trinkwasser in Rinteln in Ordnung ist", fordert Helmhold. Außerdem müsse der Bundesgesetzgeber schleunigst einen verbindlichen Grenzwert für Uran in der Trinkwasserverordnung festlegen.




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