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Aktion "Licht aus": Grüne sauer über Neuhäuser-Kritik

Helmhold: "Ein Zeichen setzen"

Rinteln (kk). Ursula Helmhold (Grüne) ist stinksauer auf ihren Stadtratskollegen Gert Armin Neuhäuser (WGS). Helmhold am Rande einer Sitzung des Bauausschusses: "Da hat sich der Großmeister des Populismus selbst ad addendum geführt". Was sie so auf die Palme bringt, ist Neuhäusers Kritik an der Aktion "Licht aus", die morgen ein Zeichen für den Weltklima-Gipfel in Bali setzen soll. Organisationen wie Greenpeace oder BUND hatten aufgerufen, fünf Minuten das Licht auszuschalten. Auch auf dem Rintelner Adventszauber sollen alle Lichter verlöschen. Das findet Neuhäuser "grotesk". Diese Aktion auf Niveau der Bild-Zeitungbringe für das Weltklima gar nichts und sei nichts weiter als ein grüner Wahlkampf-Gag.

Frau Helmhold sieht durch diese Aussagen in unserer Zeitung die Organisatoren der Aktion diffamiert und noble Ziele in Gefahr. Man müsse Zeichen setzen. Sie machte ihre Kritik in der Ausschusssitzung über den Umweg einer Anfrage an die Verwaltung öffentlich. Baudezernent Reinhold Koch gestand sichtlich überrascht die Sympathie der Verwaltung für die Aktion ein. "Licht aus, damit anderen ein Licht aufgeht," formulierte er knackig aus dem Stegreif. Eine ausführliche Einschätzung will er im Sitzungsprotokoll noch nachreichen. Immerhin erreichte Frau Helmhold eine kurze Diskussion im Ausschuss - verbunden mit ganz konkreten Vorschlägen zum (öffentlichen) Energiesparen. So könnte der Vorschlag von Altbürgermeister Friedrich-Wilhelm Hoppe aufgriffen werden, die Weihnachtsbeleuchtung pro Tag eine Stunde kürzer brennen zu lassen. Und noch effektiver sei sicherlich der Einsatz von Energiesparbirnen in den Lichterketten.



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