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Kurze Narrensaison beginnt in Apelern mit langem Programm

Helau Nr.1 schallt nicht bis Lyhren

Apelern (nah). Keine Minute haben Apelerns Karnevalisten verstreichen lassen wollen. In der kürzesten Karnevalssaison des Jahrhunderts begann am 11.11. pünktlich um 11.11 Uhr die närrische Zeit in der Riesbachgemeinde mit einem langen Programm. Die Verantwortlichen müssen es gewusst haben: Weil Sonntag war, wollten sich etliche Angehörige und Einwohner den Auftakt nicht entgehen lassen. So gab es schon in den ersten beiden Stunden der neuen Session viele unterhaltsame Darbietungen.

Weil die fröhlichen Wochen so kurz sind, hielt sich auch Bürgermeister Heinrich Oppenhausen nicht mit langen Reden auf. "Du hast jetzt Urlaub bis Aschermittwoch", erklärte Elferratspräsident Gerd Kölling, "alles andere regeln wir schon". Dabei wurde die erste Hürde bereits elegant genommen: Der symbolische Schlüssel war pünktlich zur Stelle. Dabei hat es schon Jahre gegeben, dass sich Ratsvorsitzender und Narrenchef nicht ganz einig waren, wer denn das Zeichen der Macht in der übrigen Zeit des Jahres wohl verwahrt haben könnte. Auch andere elementare Dinge des fröhlichen dörflichen Treibens klappten fast auf Anhieb. In großer Zahl reihten sich die Aktiven auf - von den "Bambini" mit kecken Plüschpferdchen bis hin zu den gestandenen Herren des Elferrats. Der Nachwuchs hatte sogar eifrig den üblichen Schlachtruf eingeübt: Allerdings donnerte das "Apelern helau" erst im zweiten Anlauf: "Das erste haben die in Lyhren noch nicht gehört", knurrte Kölling und drängte auf eine Wiederholung. Um so lauter machten die Musiker auf sich aufmerksam. "Star Dust" heißt das neue Ensemble, das sich an diesem Tag mit vielen Stimmungsliedern empfahl. Auch bei den Prunksitzungen werden sie zu hören sein. Und etliche Gruppen boten schon einen kleinen Vorgeschmack auf das Ende Januar auf großer Bühne sich ereignende Geschehen. Sie dürften sich diesmal ohnehin besondere Mühe geben. Denn das Fastnachtswesen am Riesbach feiert mit 44 Jahren ein närrisches Jubiläum.

Die "Bambini" mit ihren kecken Plüschpferdchen.



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