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Energiepreise sorgen für steigende Nachfrage nach Holz direkt aus dem Wald / Es gibt Wartelisten

Heiß begehrt: Brennholz wird zum raren Gut

Landkreis (lmh). Angesichts stark gestiegenerÖl- und Erdgaspreise wächst die Nachfrage nach Holz als Brennstoff direkt aus den heimischen Wäldern enorm. Egal, um welche Sorte es geht - Brennholz ist momentan ein rares Gut. "Eine erheblich steigende Nachfrage" beobachtet Georg Schäfer, Leiter des Klosterforstamts, das für den Großteil des Bückebergs zuständig ist. Die Fürstliche Hofkammer in Bückeburg führe für ihre hiesigen Wälder bereits eine Kundenwarteliste, berichtet Forstdirektor Christian Fischer. "Wir wollen den Schaumburgern nach Möglichkeit zu Brennholz verhelfen und bemühen uns, die Nachfrage zu decken. Aber dieNachfrage ist inzwischen deutlich größer als das Angebot", fasst Lothar Seidel, Chef des Kreisforstamtes, die Lage in den Kreiswäldern zusammen.

"Seit dem Anziehen derÖlpreise ist der Bedarf massiv gestiegen", stimmt auch Michael Behrndt vom Landesforstamt Oldenburg mit ein, dem große Flächen im Südkreis zugeordnet sind. Das liege allerdings auch daran, dass sich inzwischen etliche Händler etabliert hätten, die das aus dem Wald besorgte Holz zu fertigen Kaminscheiten weiterverarbeiteten. Bei Geschäften solcher Art rät Seidel: "Man sollte schon genau aufpassen, was man für Holz bekommt und wie genau sich der Preis berechnet." Bevor das aus den heimischen Waldungen besorgte Holz inÖfen für dringend benötigte Wärme sorgen oder auch nur im Kamin gemütlich knistern kann, ist ein gewisser Arbeitseinsatz gefragt. Bei am Waldrand bereitgestelltem Holz muss der Kunde zumindest für das Abholen selber sorgen. Will man, noch kostengünstiger, selber "Holz machen", gibt es im Vorfeld einiges zu beachten. Die meisten Förstereien verlangen von ihren Kunden einen Kettensägenschein, bevor es für das selbstständige Zersägen kleinerer Bäume oder am Boden liegender Kleinkronen und den Abtransport in handgerechten Stücken grünes Licht gibt. Danach muss das Holz zwei Jahre lang trocknen, bevor es im Ofen verheizt werden kann. Außerdem ist Holz nicht gleich Holz. "Die Buche hat physikalisch die besten Eigenschaften. Durch ihre hohe Dichte hat sie einen guten Brennwert, und sie verbrennt auch sehr sauber. Eiche dagegen hat zwar einen noch etwas höheren Brennwert, sorgt aber leicht für Ablagerungen im Schornstein und mussauch ein Jahr länger trocknen", erklärt Kreisforstamtsleiter Seidel. Sein Kollege Behrndt ergänzt: "Beim Nadelholz ist auch die Lärche ganz interessant. Sie ist weniger gefragt, dabei ist der Brennwert vergleichbar mit den meisten Laubhölzern."




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