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Neu bei der IG Bergbau, Chemie, Energie

Heinz Bruns ist der neue Vorsitzende

Obernkirchen (sig). Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (BCE) hat für den Bereich des Schaumburger Landes einen neuen Vorsitzenden. Er heißt Heinz Bruns und kommt aus der Bergstadt. Seine einstimmige Wahl erfolgte im Saal der Betriebskrankenkasse BKK 24.

Heinz Bruns

Eine außerplanmäßige Sitzung war notwendig geworden, weil der Vorgänger Gerhard Dziallas dieses Amt unerwartet abgelegt hatte. Der neue Vorsitzende ist Mitarbeiter von Ardagh-Glas (vormals Heye) und wurde für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Das zum Bezirk Hannover gehörende Büro der Gewerkschaft befindet sich in Stadthagen. Eine besonders erfreuliche Botschaft konnte die Gewerkschaft in der Zwischenzeit ihren Mitgliedern auch mitteilen: Vom 1. September an gilt ein neuer Tarifvertrag. Er sieht eine Erhöhung der monatlichen Einkommen um 3,7 Prozent vor. Für die Monate Juni bis August gibt es eine einmalige Ausgleichszahlung in Höhe von 225 Euro. Die Ausbildungsvergütungen werden um 20 Euro monatlich angehoben. Im Anschluss an den offiziellen Teil stellte der Geschäftsführer der BKK 24, Friedrich Schütte, den Mitarbeiter Lars Dörbaum vor, der die Versammlung mit aktuellen versicherungsrechtlichen Änderungen vertraut machte. Der Referent unterstrich, es sei ein wichtiger Grundsatz der Gesetzgebung, allen Versicherten die medizinisch notwendigen (und möglichen) Leistungen zu gewähren, unabhängig von der Höhe der eingezahlten Beiträge. Dörbaum wies darauf hin, dass die Apotheken gehalten sind, bei Medikamenten mit dem gleichen Wirkstoff das preiswertere Arzneimittel abzugeben. Der verstärkte Preiswettbewerb führe zu Kosteneinsparungen. Sehr aufmerksam verfolgten die Gewerkschaftler auch die Ausführungen zum geplanten Gesundheitsfonds. Danach dürfen die Krankenkassen nämlich einen Zusatzbeitrag bis zu einem Prozent des beitragspflichtigen Einkommens erheben, wenn die aus dem Gesundheitsfonds zugewiesenen Mittel nicht ausreichen. Der Referent schätzte den durchschnittlichen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung für das Jahr 2009 auf voraussichtlich 15,3 Prozent. Der von den Arbeitgebern zu zahlende Anteil liegt weiterhin um 0,9 Prozent unter dem der Arbeitnehmer.

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