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„Heiliger Wladimir“: Osterkonzert in Beber vorverlegt

BEBER. Der Auftritt des Moskauer Chors „Zum Heiligen Wladimir“ in der St.-Magnus-Kirche war ein Höhepunkt vor Ostern: Das Konzert sorgte wieder für viel Applaus in Beber – dieses Mal aber über eine Woche vor Karfreitag.
Pastorin Nathalie Otte erklärte zu Beginn, warum der Chor mit der Tradition bricht.

Schlicht und schillernd im Kontrast: Der Chor „Heiliger Wladimir“ in schwarzen Roben vor dem glänzenden Altar in St. Magnus – vorne Dirigent Nikolai Boglewskij. Foto: Honig

Autor

Gerhard Honig Reporter

In diesem Jahr fallen die Osterfeiertage in der russisch-orthodoxen Kirche mit denen in den anderen christlichen Kirchen zusammen – eine Seltenheit, da sich die Religionsgemeinschaften nicht nach demselben Kalender richten.

Der Chor entfaltete aber auch eine Woche vor Ostern dieselbe Wirkung und entließ nach der „Vater-Unser-Hymne“ die Gemeinde. Die acht in schwarze Roben gekleideten Sänger sammeln auf ihren Tourneen Spenden zugunsten der gleichnamigen Moskauer Kinderklinik. Dabei singen sie in kleinen Kirchen und großen Häusern. Dirigent, Arrangeur und Baritonsänger Nikolai Boglewskij moderierte vor jedem Stück in launiger Manier auf Deutsch und brachte gleichzeitig ein Stück russische Seele nach Beber.

Die Künstler, als Sänger in Moskauer Kirchen zur Begleitung der Gottesdienste angestellt, sangen auf Russisch Choräle zur Passionszeit. Ein Raunen ging durch die Reihen, als Boglewskij „Ännchen von Tharau“ ankündigte – ein in anrührender Weise vorgetragenes, ostpreußisches Volkslied. Neben Folklore und Legenden von Pilgern in der Steppe erklangen als weitere Stücke die „Abendglocken“ sowie „Ich bete an die Macht der Liebe“ und „Es steht ein Soldat am Wolgastrand“ aus Lehárs „Zarewitsch“. Die Stimmbandbreite des Chors vom raumfüllenden Crescendo bis zum feinsten harmonischen Summen machte das Konzert perfekt.

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