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Kevin Rabemanisa aus Madagaskar lebt seit August bei Familie Schneider in Eimbeckhausen

Heiligabend 8700 Kilometer weg von Zuhause

Eimbeckhausen (lil). Rund 8700 Kilometer weit weg von Zuhause feiert Kevin Rabemanisa Weihnachten. Seit August lebt der 19-Jährige aus Madagaskar als Au-Pair bei Familie Schneider in Eimbeckhausen.

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„Ich mag Kinder gern und ich interessiere mich für deutsche Kultur“, erklärt Rabemanisa sein Motiv, warum er sich für ein Jahr im Ausland entschieden hat. Deutsch hat er drei Jahre lang im Gymnasium gelernt. Für Natascha und Christian Schneider mit ihren drei Kindern Zoe (4 Jahre), Bo (3 Jahre) und Lief (6 Monate) ist er der Richtige. „Wir wollten gern einen jungen Mann haben, weil wir zwei Söhne haben und sie mehr Zeit mit Männern verbringen sollen“, erklärt Natascha Schneider. „Sein Profil passte: Kevin ist sehr sportlich und musikalisch. Und er hat drei jüngere Brüder.“

Vormittags, wenn die beiden Älteren im Kindergarten sind, spielt der 19-Jährige mit Lief. „Bei zwei kleinen Kindern und einem Baby ist es nicht so einfach, jedem gerecht zu werden“, so Natascha Schneider. „Kevin ist hier, damit wir mehr Zeit für jeden Einzelnen haben.“ Nachmittags beschäftigt er sich – je nach Bedarf – mit Zoe und Bo. „Ab und an kocht er etwas für uns. Das finden wir toll. Er kocht sehr gut“, erzählt Natascha Schneider.

Neu für ihn hingegen ist das Plätzchenbacken. „Wir feiern Weihnachten ein bisschen wie in Deutschland. Bei uns gibt es aber auch keinen Adventskalender“, erzählt der junge Mann. „Auch das Stiefelrausstellen für den Nikolaus kannte er noch nicht“, fügt Natascha Schneider hinzu. „Grünkohl wird er spätestens am zweiten Weihnachtsfeiertag probieren. Dann hat Bo Geburtstag, und wir haben das Haus richtig voll.“

Wenn Rabemanisa am Wochenende frei hat, unternimmt er auch etwas mit Familie Schneider. „Wir sind dann viel unterwegs, fahren mal nach Hamburg oder nach Göttingen zu meiner Familie“, so die dreifache Mutter. Auch besucht Rabemanisa gern mit den Schneiders den Zoo in Hannover. „Wir wollten keinen Au-Pair, der in seinem Zimmer verschwindet“, sagt Natascha Schneider. „Kevin hat seine Tür immer offen. Jeder kann reinkommen und gucken, was er macht. Kevin gehört richtig zu Familie.“

Aber nicht nur das: Natascha Schneider pflegt auch den Kontakt zu den Eltern ihres Au-Pairs. „Ich schreibe seiner Mama E-Mails auf Französisch. Das klappt von Tag zu Tag besser mit der Verständigung. Kevin hilft mir dabei.“ Mit seiner Familie kommuniziert er regelmäßig über E-Mail, Telefon und Facebook. Besuch hatte er bereits von seiner Tante und seinem Onkel aus Frankreich. Über die Weihnachtsfeiertage kommt sogar seine Mutter, um mit ihrem Sohn und den Schneiders in Eimbeckhausen zu feiern. Folglich hat der 19-Jährige kaum noch einen Weihnachtswunsch offen. „Eine neue Gitarre wäre schön“, sagt Rabemanisa. „Und mal richtig viel Schnee zu sehen.“



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