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Heftige Schäden und ein wenig Optimismus

Bad Münder. Noch kein Abschlussbericht, aber ein Zwischenstand: Das von der Stadt mit der Begutachtung der Standsicherheit des Solebewegungsbades beauftragte Ingenieurbüro hat angekündigt, bis zum 16. Mai Ergebnisse der Untersuchungen zu präsentieren. Was sich aber bereits jetzt abzeichnet: Die Schließung des Bades sei aufgrund der vorläufigen Ergebnisse des Prüfberichtes und der darin vermerkten Zunahme der Schädigungen „derzeit mehr als angeraten“.

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Die Stadt hatte in Abstimmung mit dem Landkreis, der Präventions- und Rehabilitationsgesellschaft als Pächterin und dem Statik-Büro Schlesinger das Büro Dr. -Ing. Meihorst und Partner ausgewählt, um fundierte Aussagen zur aktuellen Situation, zur Entwicklung der baulichen Substanz in den vergangenen 20 Jahren, zur Standsicherheit sowie auch eine große Kostenschätzung für eine eventuelle Sanierung zu erhalten. Dazu sollten die Gutachter auch Altunterlagen sichten.

Dass der Zwischenbericht nicht wie erwartet Anfang April vorlag, lag an der Auswertung von Betonproben, die zwei Firmen im Auftrag des Ingenieurbüros an vorher definierten Stellen gezogen hatten. „Diese Prüfberichte lagen erst Mitte April vor – das erklärt die leichte zeitliche Verzögerung“, sagt Dezernent Marcus Westphal. Da das Büro auf die Voruntersuchungen angewiesen war und dieser Umstand allen Beteiligten bewusst war, sei mit dem Büro kein verbindlicher Termin abgestimmt worden.

Als Zwischenergebnis wurde der Stadt jetzt mitgeteilt, dass im Bereich des Kriechkellers des Solebewegungsbades die Schäden im Vergleich zu den bereits vor 20 Jahren festgestellten Schäden durch Chlorideintrag „deutlich zugenommen“ haben. Davon betroffen sei insbesondere der Bereich der Sohlplatte, die Außenwände sowie die Wandvorlagen und Stützen im Kriechkeller. „Das Becken selbst ist interessanterweise nicht so stark betroffen. Es scheint mit besser geeignetem Beton gebaut worden zu sein, weist ein geringeres Schadensbild auf“, sagt Westphal nach Durchsicht der Unterlagen. Allerdings vereinfache dieser Umstand die Situation nicht, da es von Anfang an ja um die Tragkonstruktion gegangen sei.

„Außenwände, Wandvorlagen, Stützen und Sohlplatte im Kriechkeller sind so stark beschädigt, dass von einer deutlichen Reduktion der tragfähigen Querschnitte auszugehen ist“, heißt es im Zwischenbericht.

Was Westphal dazu veranlasst, von „vorsichtigem Optimismus“ zu sprechen: Die Arbeit des Ingenieurbüros konzentriere sich derzeit nicht nur auf die Auswertung der Prüfberichte, sondern auch darauf, Maßnahmen aufzuzeigen, um das Solebewegungsbad möglichst kurzfristig wieder in Betrieb nehmen zu können. „Wir arbeiten also mit der Zielrichtung der möglichst kurzfristigen Wiederinbetriebnahme weiter“, sagt Westphal. Am 5. Juni soll sich der Verwaltungsausschuss wieder mit dem Thema befassen.jhr



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