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Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit traf sich zur Jahreshauptversammlung

Hebräische Musik in der Hugenottenkirche

Hameln. Im Kapitelsaal des Münsters fand die Jahreshauptversammlung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit statt.

Der Jahresbericht des vergangenen Jahres listete vielfältige Veranstaltungen auf, wie die politischen Informationen zum Problembereich Naher Osten von dem Journalisten W. Bauer und von Dr. Steffen Hagemann; ein interreligiöses Frauentreffen in der Synagoge, der ev.-ref. Kirche und der Moschee in der Hunoldstraße, Erfahrungen über die Geschichte der Juden in Pyrmont und Lage sowie eine Reihe theologischer Gespräche in der Synagoge mit Rabbinerin Irit Shillor, London, und Pastoralreferent Hans-Georg Spangenberger. Es gab eine Ausstellung in der Synagoge zum Problem „Antisemitismus in Deutschland heute“ und Diskussionen mit den Besuchern.

Die drei gleichberechtigten Vorsitzenden Rachel Dohme für die jüdische Gemeinde, Christa Bruns und Hans-Georg Spangenberger für die christlichen Gemeinden wurden ebenso einstimmig wiedergewählt wie Heinrich Hagemann als Schatzmeister und Christiane Brendel, Daria Leuthier, Christa Fauth und Niklas Delp als Beisitzer. Polina Pelts von der liberalen jüdischen Gemeinde schied aus Altersgründen aus, diese Position wird von der Gemeinde neu besetzt. Pastorin Christiane Brendel referierte mit bewegenden Worten über die Lebensgeschichte von Edith Stein, geboren als Jüdin, Professorin in Göttingen, konvertiert zum Katholizismus und ermordet in Auschwitz. Auf Einladung der reformierten Kirchengemeinde und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit gastierte das Fahrenbacher Chörchen mit einem ungarischen Organisten und einem Basssänger aus Lübeck in der reformierten Kirche. Lotte Ohlendorf als Dirigentin hat hebräische Musikstücke aus vielen Ländern und mehreren Jahrhunderten zusammengestellt. Violine, Querflöte, Oboe, Cello und Gitarre erklangen zu traditioneller Musik, der Chor aus sieben Frauenstimmen und sechs Männerstimmen sang mal allein, mal mit den Instrumenten kombiniert. Ein geistiges Gerüst vermittelte Dietlinde Jessen durch Erläuterungen zur Geschichte und zu den einzelnen Blöcken. Vorgestellt wurden ashkenasische Musik aus Osteuropa mit jiddischen Liedtexten, sephardisch-ladinische Musik aus Spanien sowie Klagelieder aus dem 20. Jahrhundert, aber auch Hoffnungslieder wie das Eli Eli. In der Pause spielte Hartmut Zinn ein Gitarrensolo von Isaac Albeniz. Pastor Martin Hoffmann dankte allen.




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