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Kündigungen am zweiten Standort angekündigt

Haworth-Mitarbeiter blicken nach Ahlen

Bad Münder/Ahlen (jhr). Trillerpfeifen, Transparente, Warnstreik – in Ahlen reagierten in den vergangenen Tagen Haworth-Mitarbeiter auf die Ankündigung der Geschäftsführung, 86 der 355 Mitarbeiter Ende Juni zu kündigen. In Bad Münder verhandeln Betriebsrat und Geschäftsführung über den Abbau von 18 Arbeitsplätzen, bestätigte gestern Unternehmenssprecherin Nastassia Heinz Informationen der NDZ.


Ahlen ist neben Bad Münder der zweite Standort von Haworth in Deutschland. Während in Ahlen vorwiegend Stühle hergestellt werden, steht in Bad Münder die Produktion von Büromöbeln im Vordergrund. An beiden Standorten befinden sich die Mitarbeiter in der Kurzarbeit. „Der Auftragseinbruch ist dramatisch und hält leider an“, sagt Heinz. Kurzarbeit reiche als Instrumentarium nicht länger aus, um gegenzusteuern. In Ahlen rechtfertigte Thorsten Prée, Geschäftsführer Deutschland, die geplanten Entlassungen: Die Weltwirtschaftskrise habe zu einem desaströsen Geschäftseinbruch geführt und zwinge zu einer „schmerzlichen Kapazitätsanpassung“.

Nun auch der deutsche Markt betroffen

Im August vergangenen Jahres seien die Aufträge erstmals eingebrochen, seit Dezember nehme diese Entwicklung dramatische Ausmaße an. Nach den Auslandsmärkten wie beispielsweise England und Benelux, Frankreich und Spanien sei nun auch der deutsche Markt betroffen. „Die Absatzkrise von Autozulieferern wie Bosch und Hella ist nun auch die von Haworth“, erläuterte Prée.

Optimistisch stimmen Mitarbeiter trotz der wirtschaftlichen Entwicklung die Umbauten am Standort Bad Münder. Geplant ist, von Bad Münder aus künftig Schrank- und Container-Elemente für andere Haworth-Standorte in Europa zu liefern.



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