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Haworth: Zur Sprechstunde vors Werkstor

BAD MÜNDER. Friedenspflicht in der Tarifauseinandersetzung – da wird schon mal mit kreativen Ideen auf sich und seine Forderungen aufmerksam gemacht: Dienstagmorgen kamen zahlreiche Beschäftigte von Haworth zur „öffentlichen Betriebsratssprechstunde“ vor dem Werkstor zusammen.

Sprechstunde mit Fahnen: Haworth-Mitarbeiter vor dem Tor. Foto: Rathmann

Zu heißem Kaffee gab’s Transparente, Fahnen und Informationen. „Das, was wir am 14. Dezember gehört haben, war kein Angebot, das war eine Frechheit“, machte Gerd Ahrens, Betriebsratsvorsitzender bei Haworth und Mitglied der Tarifkommission, deutlich. Er spielte auf das Angebot der Arbeitgeberseite in der zweiten Verhandlungsrunde an: Die IG Metall fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sechs Prozent mehr Geld, die Arbeitgeber boten vier Monate ohne Erhöhung, dann 1,5 Prozent mehr vom 1. Mai 2018 an, ein Jahr später weitere 1,3 Prozent.

Mathias Neumann, Bevollmächtigter der IG Metall, stellte fest: „Es geht um viel – und das für über 250 Beschäftigte hier aus Bad Münder und 175 000 Beschäftigte in der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Branche.“ Der Wirtschaft gehe es gut wie lange nicht mehr, „die Bude brummt“, so Neumann. Durchschnittlich 1,17 Prozent pro Monat für 22 Monate – das sei das Angebot der Arbeitgeber, gleichzeitig aber auch eine Provokation. Am 22. Januar steht die dritte Verhandlungsrunde an.jhr

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