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Ilka Hechtfischer und Jennifer Reich beste Absolventinnen / Schüler für soziales Engagement geehrt

Hauptschule: 95 Prozent schaffen Abschluss

Rinteln (crs). "Jeder ist heut' gut gelaunt..." Mit dem Auftakt-Song zur Entlassungsfeier der Hauptschule am Ostertor hat der eigens für diesen Tag zusammengestellte Schülerchor am Freitagvormittag das richtige Motto gefunden. Gut gelaunt war außer Schülern, Lehrern und Eltern insbesondere auch Schulleiter Heinz Pettenpaul, der mit dem 33. Jahrgang der Hauptschule einen überdurchschnittlich erfolgreichen verabschiedete. Trotz erschwerter Bedingungen durch landesweit einheitliche Prüfungen hätten die 58 Neuntklässler und 40 Zehntklässler ein "sehr, sehr gute Ergebnis" erreicht, lobte Pettenpaul: "Darauf könnt Ihr stolz sein!"

Der Erfolg in Zahlen: 51 Schüler der neunten Klassen schafften den Hauptschulabschluss, fünf wiederholen die Klasse, zwei verlassen die Schule ohne Abschluss. Damit haben 88 Prozent der Schüler am Ende der neunten Klasse einen Schulabschluss erreicht. Noch besser ist die Quote bei den Zehntklässlern: 95 Prozent der Schüler schafften einen Schulabschluss, nur zwei drehen eine Ehrenrunde. Unter den 40 Abschlüssen sind 25 Realschulabschlüsse und, darauf ist Schulleiter Pettenpaul besonders stolz, sogar zwei erweiterte Sekundarstufe-I-Abschlüsse: Ilka Hechtfischer hat die Schule als Jahrgangsbeste mit einer Durchschnittsnote von 1,8 abgeschlossen, Jennifer Reich schaffte mit einem Notenschnitt von 1,9 ebenfalls den höchstqualifizierten Abschluss der Hauptschule. "Ein toller Erfolg, der weit über das normale Maß hinausgeht", würdigte Pettenpaul die Leistung der Jahrgangsbesten. Und wandte sich an die Gäste der Abschlussfeier: "Wenn Sie in Ihre alten Zeugnisse gucken, werden Sie feststellen, dass das gar nicht so einfach ist..." In seiner Ansprache bedankte sich Pettenpaul bei seinen Lehrerkollegen - "kurz vor den Ferien sind wir erschöpft, aber glücklich: Der Einsatz hat sich gelohnt" - und stellvertretend für die Elternschaft bei Marita Fahrensohn, der Vorsitzenden des Schulelternrats, und Doris Lehmeier vom Schulförderverein für ihren engagierten Einsatz. "Schule kann nur gelingen, wenn Eltern mitwirken an der schulischen Ausbildung ihrer Kinder", betonte Pettenpaul und schlug auch mahnende Tönean: Eine Reihe von Eltern nehme sich immer mehr zurück bei der häuslichen Erziehung. Es sei der Schule ein großes Anliegen, nicht allein Wissen, sondern auch Werte zu vermitteln, starke Persönlichkeiten heranzubilden, "nicht überheblich, aber selbstbewusst". Und so hätten die Absolventen eine solide Grundlage für die anstehende Berufsausbildung, schickte Pettenpaul ein Signal an die Wirtschaft: "Wer Schüler von unserer Schule aufnimmt, kann davon ausgehen: Die können was!" Rudolf Wilharm, der für die Klassenlehrer Abschiedsworte sprach, wählte als Sinnbild für die Entwicklung der Schüler das Papier. Von den Pampers im Baby-Alter über die großen Malblöcke im Kindergarten und erste Rechenhefte in der Grundschule schlug er den Bogen in Richtung Zukunft: "Ich wünsche Euch, dass Ihr immer das richtige Papier zur Hand habt", gab er den Absolventen mit auf den Weg - und hielt in der einen Hand ein Zeugnis hoch, in der anderen ein Bündel Geldscheine. Als Schülersprecherin bedankte sich Jennifer Reich bei Eltern und Lehrern für Ausdauer, Toleranz und Hartnäckigkeit: "Die Jahre mit uns waren sicher nicht immer einfach", räumte sie lächelnd ein. Und hoffte, "dass wir trotzdem in guter Erinnerung bleiben". Ausgezeichnet wurden auch zwei Schüler für besonderes soziales Engagement. Clemens Priefert und Xenia Bestcastnaja hatten sich während einer Klassenfahrt nach Italien liebevoll um ein fünfjähriges Mädchen mit familiären Problemen gekümmert. Rudolf Wilharm zeigte sich von so viel Engagement beeindruckt: "Ihr habt diesem Kindeine Woche Paradies gegeben." Begleitet wurde die fröhliche Feier von viel Musik. Die Schüler der Bläserklasse zeigten erste Lernerfolge, die Lehrer Nicole Schütte, Manfred Stoller und Andreas Athanassiou sorgten gemeinsam mit den Schülern Janina Adalberts (Keyboard) und Steffen Wick (Schlagzeug) für Instrumentalmusik, und Lehrer Gerd Radke sowie die beiden Schülerinnen Ilka Hechtfischer und Isra El Assi boten überzeugende Gesangs-Soli.




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