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Vor Gericht: Vergewaltigungsprozess gegen 22-jährigen Rintelner / Heute weitere Anhörungen

Hatten Opfer und Angeklagter schon vorher Sex?

Rinteln (maf). Der Prozess gegen einen 22-jährigen Rintelner, der eine ihm bekannte Schülerin im Auto vergewaltigt haben soll, ist mit der Vernehmung weiterer Zeugen fortgesetzt worden. Laut Anklage hatte der Angestellte im Dezember 2005 das damals 15 Jahre alte Mädchen in der Nähe des Rintelner Krankenhauses zum Oralsex gezwungen (wir berichteten).

Am zweiten Verhandlungstagäußerte sich ein Polizist zu einem Gespräch mit dem Angeklagten wenige Tage nach dem Vorfall. Damals hatte der 22-Jährige dem Beamten erzählt, dass es auf dem Feldweg zu einer sexuellen, allerdings einvernehmlichen, Handlung gekommen war. Anschließend sagte ein Arzt aus, in dessen psychiatrischer Ambulanz die Schülerin drei Wochen nach dem Geschehen in der Feldmark Hilfe gesucht hatte. Der Mediziner sprach von einer andauernden posttraumatischen Belastungsstörung seiner Patientin. Momentan befindet sich die Jugendliche noch in ambulanterBehandlung, eine empfohlene stationäre Therapie hat sie abgelehnt. Auch der damalige Freund der Schülerin wurde vor dem Jugendschöffengericht gehört. Ihm hatte sich die 15-Jährige einen Tag nach dem Ereignis im Dezember 2005 anvertraut und - wie später auch zwei Mitschülerinnen - von dem Vorfall erzählt. Ein weiterer Zeuge berichtete dann von einem Internet-Kontakt des Angeklagten mit der Jugendlichen. Danach hatte sich der Angestellte vor Jahren in Gegenwart des Zeugen mit dem Mädchen im Chat unterhalten. Damals wie heute ist die Schülerin auf einer Flirt-Line im Internet vertreten, auf der sie sich beschreibt. Überraschend wurde in der Verhandlung dann die Frage aufgeworfen, ob es bereits vor der angeklagten Tat sexuelle Kontakte zwischen dem Angestellten und der 15-Jährigen gegeben hatte. Angeblich soll die Schülerin dies gegenüber einer Frau behauptet haben. Heute soll diese Zeugin dann dazu vernommen werden.



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