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Gemeindeübergibt neue Skateranlage / Bürgermeister legt sich hin

Hastes Jugend wagt erste Sprünge

Haste (tes). Auf Haste rollen bewegte Zeiten zu: Jugendliche und Ratsleute haben auf dem Festplatz die neue Skateranlage für Inline-Skater, Skateboarder und BMX-Fahrer eingeweiht. Trotz widrigen Wetters bestand die von den jungen Bürgern gewünschte neue Attraktion den ersten Expertentest.

Keine Angst vor großen Sprüngen: Der 13-jährige Keven Dehne scha

"Kein Volltreffer, aber eine gute Sieben", spielte Sigmar Sandmann auf den wenige Wochen verspäteten Startschuss für die Skaterbahn an. Der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen, die Anlage selber einzuweihen, sprang mit Inline-Skates auf eine Rampe - und landete prompt auf der Nase. Aller Anfang ist schwer, wussten nicht nur die erfahrenen jungen Skater. Zudem war die Fahrbahn regennass. "Viel zu gefährlich", warnte Werner Fibbe. Der routinierte Inline-Skater erteilte dem Standort dennoch gute Noten: "Nicht so nah an den Bäumen. So fällt kein Laub auf die Rampen." Die neue Attraktion für Hastes Jugend wurde vom Start weg gut angenommen. "Die Skateranlage soll sich zum Treffpunkt der Jugendlichen im Ort entwickeln", erklärte Sandmann. Im Juni waren Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren ins Bürgerhaus eingeladen worden, um Wünsche an den Bürgermeister zu äußern. Dabeihatte sich die Skateranlage als eines der größten Anliegen herausgestellt. Nachdem der Rat 12 000 Euro für das Projekt bereitgestellt hatte, wurden der Untergrund asphaltiert und drei Rampen im Boden verschraubt. So können die Geräte während der Dorffeste beseitigt werden. Eine weitere Herausforderung bietet die Grindstange, die zu gewagten Sprüngen und Rutschpartien einlädt. "Fehlt nur noch eine Halfpipe", plante Christopher Ruppert im Namen der Zielgruppe, die Skateranlage im nächsten Jahr zu erweitern. "Jetzt fahren wir dafür immer mit der S-Bahn nach Bad Nenndorf", so der 15-Jährige. Eine Halfpipe vermisste auch Skateboarder Philip Steege. Sandmann erklärte daraufhin, auf eine Halbröhre sei aus Sicherheitsgründen bewusst verzichtet worden. "Das nächste, was kommt, ist ein Abfalleimer", erkannte SPD-Ratsherr Klaus Gresel den Handlungsbedarf am neuen Jugendtreffpunkt. Lärmbelästigung sei durch die Skateranlage nicht zu befürchten. "Die Autos und die Bahn sind viel lauter als die Kinder", sagte CDU-Fraktions-Chef Horst Gümmer. Auch für den Wunsch nach einem Jugendzentrum deutet sich eine erste Alternative an. Die benachbarten Schützen seien über die Skateranlage informiert worden und hätten laut Sandmann nichts dagegen, wenn die Jugendlichen den Carport am Schützenhaus als Unterstand nutzen. Die Initiative für einen Jugendraum müsse hingegen von den Eltern ausgehen, betonte Sandmann: "Dafür ist die Gründung eines Vereins mit geschäftsfähigem Vorstand nötig."

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