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Ideales Dach für Jugendcafé, Gemüseladen und Physiotherapie-Praxis - das Spektrum ist breit gefächert

Haster Bahnhof: Umfrage spiegelt Interesse wider

Haste (tes). Die Bahn will den Haster Bahnhof abreißen. Diese Ankündigung hat Bewegung in die jahrelange Diskussion um die Zukunft dieses Denkmals in der Ortsmitte gebracht. Jetzt sind Bürger und Investoren mit eigenen Ideen und Konzepten gefragt. Eine Umfrage hat innerhalb drei Wochen viele Interessenten auf den Plan gerufen.

Etliche Betriebe hätten Interesse am Standort Haster Bahnhof bekundet. Nicht zuletzt wegen der optimalen Lage und den rund 4000 Menschen Laufkundschaft, teilt Lothar Oelkers von der "Haster Runde" mit. Haste ist Knotenpunkt zwischen dem S-Bahn-Netz und den Zügen der Deutschen Bahn - ein klassischer Umsteigebahnhof. Pendler könnten diese Wartezeit für kleine Einkäufe nutzen. Ein ansässiger Tierarzt wollte eins mit seiner Praxis im Bahnhofsgebäude bleiben und investieren, sei aber an den plötzlichen Verkaufsplänen der Bahn gescheitert. Ebenso sei es einem Physiotherapeuten und einem Reisebüro ergangen,berichtete Oelkers. Auf eine mittlerweile beendete Umfrage auf der Internetseite des Ortes hatten sich innerhalb von drei Wochen weitere Interessenten gemeldet, sagte Oelkers. Angefangen von einem Haster Gastronom, der dort ein Frühstückscafé eröffnen wollte über ein Handarbeitsgeschäft, das sich in den Räumen eine Änderungsschneiderei vorstellen könnte. Ein Direktvermarkter sieht Potential, von dort aus Reisende und Bürger mit Obst und Gemüse zu versorgen. Zwei Jugendgruppen planen im Bahnhof ein Café. Diese Idee war bereits bei der Jugendversammlung auf Einladung des Bürgermeisters im Bürgerhaus zur Sprache gebracht worden. Die "Haster Runde" hatte bereits vor Jahren vorgeschlagen, in dem denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude ein Heimatmuseum einzurichten. Ohnehin werde die Haster Runde häufig von Bürgern auf dieses Thema angesprochen: "Mit dieser Aktion wollten wir testen, ob Interesse am Bahnhof da ist", freute sich Oelkers über die positive Resonanz auf die Umfrage. Auch Kaufinteressenten für die Immobilie samt 1300 Quadratmeter Grundstück hat es schon zum Zeitpunkt des ersten Sanierungskonzeptes der Studenten gegeben. Bis die DB-Netz-AG als Besitzerin das Gebäude ganz aus dem Verkauf genommen hatte. Zu spät war bemerkt worden, dass über dem Grundstück die Oberleitungen für den Zugverkehr verlaufen (wir berichteten). "Eigentlich kein Problem", meinte Architekt Sebastian Kahle jetzt, "Die Leitungen können versetzt werden." Klappt es mit der Sanierung, bietet der Bahnhof ein ideales Dach für vielfältige Nutzung. Innerhalb des Gebäudes ist das letzte Drittel ein komplett abgetrennter Bereich - ideal für Arztpraxen und Gastronomie.

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