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Job-Center wehrt sich gegen Kritik von Pörtner

"Hartz IV": Bereits 2000 in Jobs gebracht

Stadthagen (ssr). Bereits rund 2000 Einfädelungen von "Hartz IV"-Empfängern in den ersten Arbeitsmarkt sind dem Job-Center Stadthagen im laufenden Jahr gelungen. Das hat dessen Chef Michael Stemme gestern mitgeteilt. In neun Fällen habe dabei auch der so genannte "Niedersachsen-Kombi" als Förderinstrument eine Rolle gespielt - allerdings stelle dieser nur eines von vielen Mitteln dar, betonte das Job-Center in Reaktion auf eine öffentliche Stellungnahme des CDU-Landtagsabgeordneten Friedel Pörtner (wir berichteten).

Wenn Pörtner die Nutzung des "Niedersachsen-Kombi" durch das hiesige Job-Center in seinem Beitrag "für einen Sinneswandel der Verantwortlichen des Job-Center hält, bleibt das ihm überlassen", ergänzte Bernd Dittmer, stellvertretender Geschäftsführer. Beide Verantwortlichen stellen klar, dass das JobCenter den "NiedersachsenKombi" nie als überflüssiges Instrument gesehen habe und auch heute nicht sehe. Stemme: "Wir legen Wert auf einen flexiblen Einsatz aller vorhandenen Fördermittel. Wo eine Förderung nach dem ,Niedersachsen-Kombi' nachgefragt wird oder als erfolgversprechend erscheint, findet er auch Anwendung." Dabei komme es nicht darauf an, ein bestimmtes Förderinstrument vordringlich zu nutzen, sondern das für die erfolgreiche Integration jedes einzelnen Kunden richtige Instrument anzuwenden, so Dittmer. In diesem Sinne werde sich zeigen, ob sich die Hoffnung von Pörtner erfüll, dass das Job-Center Schaumburg in der Rangfolge bei der Umsetzung des Niedersachsen-Kombi weiter nach oben komme. Die Integrationsaktivität orientierte sich allein an den individuellen Erfordernissen und Interessen der Kunden. Wenn Pörtner den Eindruck erwecke, die Integrationsaktivität des Job-Centers wären durch andere Interessen motiviert, womöglich sogar von politischen, werde dies von den Verantwortlichen im Job-Center strikt zurück gewiesen. Bei neun mit dem "Niedersachsen-Kombi" geförderten Integrationen von insgesamtrund 2000 "scheint dies auch einäußerst gewagter Schluss zu sein", empört sich Dittmer. Tatsache sei, dass die persönlichen Verhältnisse, die beruflichen und sozialen Kompetenzen in jedem Einzelfall ein individuelles Vorgehen bei den Integrationsstrategien der Mitarbeiter erfordere. Diesen Anforderungen seiend sie in der Vergangenheit gerecht geworden und dies sei auch das Ziel des JobCenters für die Zukunft. Dafür sei es auch erforderlich, die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes zu berücksichtigen, was etwa durch einen regelmäßigen Dialog mit der Kreishandwerkerschaft gewährleistet sei.

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