weather-image

Harte Schule

Zu: „Stolz der Bundesmarine in Schieflage“, vom 20. Januar

Der Führungsstil der Bundesmarine erscheint als der konservativste aller Zeiten. Ich bin auch konservativ, aber mit der Zeit gehen, heißt am Leben bleiben. Wie kann man einen Neuling am ersten Tag so hoch schicken! Eine harte Schule hat im Allgemeinen noch niemandem geschadet. Hier ist aber offensichtlich übertrieben worden, und es liegt nahe, dass man den weiblichen Aspiranten schon zeigen möchte, was ein echter Seebär ist. Mein Enkel hat vier Jahre lang zufrieden und sehr ausgefüllt seinen Dienst getan. Ausbildung auf List, dann Offiziers-Kantine in Plön, dann zwei Jahre als Maat auf einer Fregatte, auch an harten Manöver-Einsätzen teilgenommen, immer zufrieden. Dann kommen zum Flottenbesuch Oslo/Kopenhagen neue Offiziere, frisch von der Schulbank, immer getreten und angeschrien worden, jünger und ohne Erfahrung und geben dieses „Getretenwerden“ einfach weiter nach unten! Da war es schnell mit der Lust vorbei und das Ende nahe. Über die Hälfte der Besatzung hat gegen diese Behandlung Beschwerde eingelegt. Gut, dass es das heute gibt, nur werden diese offenbar unter den Tisch gekehrt. Das Offizierskorps ist sich da wohl einig. Harte Ausbildung – harte Leute. Eben Seebären!

Alfred Hanss, Hameln



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt