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Widerstände zu groß / Kaufen Ardagh und Stadt das Baugelände?/ Entscheidung Mitte November

"Harden Barracks": Investor will verkaufen

Obernkirchen (sig). Das Konzept einer Wohnbebauung für den Bereich der früheren Harden Barracks, wie es von dem Hamelner Investor vorgelegt worden war, kann endgültig zu den Akten gelegt werden, alle damit verbundenen Träume sind endgültig zerstoben. Es stand von Anfang an unter keinem guten Stern: Kaum lag der erste Rohentwurf auf dem Tisch und alles wartete auf die nächsten Schritte für die Bauleitplanung, da trat auch schon der Stillstand ein. Jetzt ist klar: Aus diesem Projekt wird nun nichts. Stattdessen sollen die Firma Ardagh-Heye und die Stadt Obernkirchen das gesamte Gelände aufkaufen.

Die Beteiligten halten sich noch bedeckt. Von der Nienburger Pressestelle des Glasherstellers war bislang zu diesem Vorhaben nichts zu erfahren. Und auch Bürgermeister Oliver Schäfer war nicht bereit, unserer Zeitung nähere Auskünfte zu geben als: "Ich kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts sagen. Eine Entscheidung fällt Mitte November." Der Inhaber der Hamelner Firma "Kontur Bau Vision GmbH", Diplomingenieur Walter Greve, ließ dagegen auf Anfrage wissen, dass er von seinem Vorhaben zurücktrete und das gesamte Gelände an Ardagh-Heye und an die Stadt Obernkirchen verkaufen wolle. Grund dieser Entscheidung seien die erheblichen Bedenken, die von der Glasfabrik gegen eine Wohnbebauung in diesem Bereich vorgebracht wurden. Das Unternehmen will nicht in spätere Auseinandersetzungen mit den Bauherren über mögliche Lärmbelästigungen verwickelt werden. Greve: "Schon vor dem eigentlichen Beginn der Bauleitplanung ist klar gewesen, dass dieses Verfahren nicht problemlos über die Bühne gehen würde. Die Stadt hat sich wohl in der ersten Freude über das sich abzeichnende Ende der maroden Kasernenbauten zu weit aus dem Fenster gelegt." Der Investor hatte sogar noch ein Gutachtenüber die Lärmbelästigung anfertigen lassen, um eine möglichst schnelle Klärung zu ermöglichen. Nach der Beurteilung des TÜV wäre dort am Rand des Höheweges ein allgemeines Wohngebiet möglich, in dem die Emissionen eines Mischgebietes zugelassen werden. Auch dieses Ergebnis dürfte für den Investor jetzt keine Rolle mehr spielen. Er legt offensichtlich keinen Wert auf langwierige prozessuale Klärungen, sondern ist bereit, einem Verkauf des rund 42 000 Quadratmeter umfassenden Geländes zuzustimmen. Aus diesen Gründen hatte er auch schon die weitere Abfuhr von Bauschutt gestoppt. Welche weitere Verwendung die späteren Besitzer für das Hanggelände haben, ist noch nicht bekannt. Aber man darf darauf gespannt sein. Eine reine Wohnbebauung dürfte es in jedem Fall nicht sein. Dem bisherigen Investor scheint die derzeitige Entwicklung aber gar nicht mehr so unwillkommen zu sein. Greve: "Zurzeit ist der Baumarkt total eingebrochen. Da wäre in nächster Zeit ohnehin nicht viel bei den Harden Barracks geschehen."




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