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Hannoversches Bauunternehmen an Schulgrundstück interessiert

BAD MÜNDER. 4000 Quadratmeter Grundstück in zentraler Lage – seit die Grundschule Bad Münder das Schulareal Kellerstraße vor zwei Jahren geräumt hat, bemüht sich die Stadt um einen Käufer. Von Gesprächen berichtete die Verwaltungsspitze bereits häufiger, aktuell gibt es aber intensivere Kontakte.

Abreißen und Platz für Wohnungen machen? Derzeit spricht die Stadt mit einem hannoverschen Unternehmen über die künftige Nutzung des Grundstücks. Foto: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Bis Ende August hat die Politik einem Unternehmen aus Hannover „exklusive Gespräche“ zugesagt.

Bürgermeister Hartmut Büttner bestätigte auf Nachfrage diese Entscheidung des Verwaltungsausschusses, der auch für das Kurhotel-Areal am Kurpark eine vergleichbare Vereinbarung zugesagt hatte. Über die Interessenten hüllen sich Politik und Verwaltung in Schweigen, dem Vernehmen nach soll es sich bei den Interessenten für das Grundschul-Grundstück um ein Bauunternehmen aus Hannover handeln, das in seiner Eigenpräsentation damit wirbt, unter Berücksichtigung städtebaulicher Vorgaben „individuelle Projektideen für Neubau- und Bestandsimmobilien“ umzusetzen.

Gerade der Hinweis auf die städtebaulichen Vorgaben ist für das mündersche Areal von besonderer Bedeutung, liegt es doch nicht nur zentral in der Stadt. Auch die direkte Nachbarschaft erfordert einen sensiblen Umgang mit baulichen Veränderungen, so liegt ein Gebäudeflügel des ehemaligen Schulkomplexes direkt an der Kellerstraße, in der sich auch das Museum im Wettbergschen Adelshof und das Bürgerhaus des Heimatbundes befinden.

In unmittelbarer Nachbarschaft liegt aber auch das Gebäude Nummer 17 – und das gilt bereits seit Jahren als Problemfall der Stadt. Bereits seit 2009 ist es mit einer Notabsperrung abgesichert, nachdem die Untere Denkmalschutzbehörde quasi in letzter Minute einen von der damaligen Architektin der Stadt angeregten Abriss blockiert hatte. Die Mitarbeiter der Behörde sahen das Ackerbürgerhaus damals als erhaltenswert an, wegen seiner Bedeutung für die Geschichte der Stadt wird es als Einzelbaudenkmal geführt. Nicht umsonst betont Bürgermeister Büttner, dass es ihm wichtig sei, die städtebaulichen Anforderungen für die Nachnutzung des Grundschulareals möglichst gering zu halten.

An einer Nutzung des Standortes ist auch ein in Bad Münder bereits etablierter Verband interessiert. Seine Vertreter sind im Gespräch mit dem hannoverschen Unternehmen, und gesprochen wird über den Neubau von senioren- und behindertengerechten Wohnungen mit Anbindungen an das Angebot einer Pflegeeinrichtung. Auch ein Restaurant, so erste Ideen, könnte in den neuen Komplex integriert werden.



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